Nach dem Ausstieg von Werner Scharl aus dem Organisationsteam fehlt jetzt ein "Hauptkümmerer"
Nun ist es amtlich: Gemeindefest fällt aus

Monika Seebauer (links) und Bürgermeister Markus Dollacker (rechts) dankten Werner Scharl für seinen unermüdlichen Einsatz als Organisationsleiter bei sechs Gemeindefesten. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
15.01.2015
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(sön) Heuer gibt es kein Gemeindefest in Ensdorf. "Schade", kommentierte bei einer Sitzung im Gasthaus Dietz Bürgermeister Markus Dollacker, doch gehe deshalb "die Welt auch nicht unter". Der Gemeindechef hofft nach einer schöpferischen Pause auf einen Neustart.

Bereits seit der Nachbesprechung zum Gemeindefest 2014 stand fest, dass Werner Scharl nach sechs Jahren das Amt des Organisationsleiters niederlegt. Dollacker, der überzeugt ist, "dass der überwiegende Wunsch nach einem Gemeindefest besteht", sieht das Problem darin, "dass wir einen neuen Hauptkümmerer brauchen. Bei mir hat sich aber niemand gemeldet, der die Organisationsleitung übernehmen würde." Aus den Reihen des bisherigen Teams könne wegen anderer Verpflichtungen keiner das Amt übernehmen. Die Vereine waren bei der Sitzung stark vertreten. Sie stehen personell jedoch an ihren Kapazitätsgrenzen.

"Eine schöne Zeit" nannte Dollacker die zehn Jahre Gemeindefest und dankte allen, die es mitgetragen haben. Besonders galt dies für Werner Scharl, der "unendlich viel Arbeitszeit, Nerven, Gedanken und Ideen" eingebracht habe. Dafür überreichte ihm im Namen des Bürgermeisters Monika Seebauer, die Kassenverwalterin der Gemeindefeste, eine kleine Überraschung "als Zeichen der Wertschätzung für das, was er für die Gemeinde und die Gemeindefeste geschaffen hat". Scharl dankte "allen, die dabei waren". Auch den vielen, die ohne Vereinsbindung mitgemacht haben. Eine schöne, aber arbeitsreiche Zeit nannte er die Phase als Organisationsleiter. Ein bayerisches "Des passt scho" sei ihm immer Dank genug gewesen. Bürgermeister Dollacker lud das gesamte Organisationsteam zu einem Essen ein. Er zeigte sich "zuversichtlich, dass es das Gemeindefest Ensdorf, vielleicht in einer anderen Form, bald wieder geben wird. Schließlich haben zum Teil Vereine mit ihren eigenen Festen auch große Probleme."

Das noch vorhandene Geld aus den Gemeindefesten wird nach einstimmigem Beschluss dem Sozialkonto der Gemeinde übergeben. Diese kann damit in Not geratenen Bürgern kurzfristig helfen. Dollacker versicherte, dass es bei einem Neustart aber wieder zur Verfügung stehe.
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