Nach einer Aktionswoche: Aus Ensdorf über 1000 Euro für Kinder in Sierra Leone
Wenn viele zusammenlegen

Die kleine Fenja (vorne), Bürgermeister Markus Dollacker (rechts) und (von links) Inge Roidl sowie Petra Schimmelpfennig übergaben an stellvertretenden Klosterdirektor Pater Josef Wenzl ein Spende zur Weiterleitung nach Sierra Leone. Bruder Robert Reiner freute sich darüber. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
28.08.2015
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(sön) Die Kinder trugen Löwenmasken, rasselten mit Regenmachern, schlugen die selbst gebauten Trommeln und sangen ihr Afrikalied: Mit Bildern berichteten sie begeistert von allem, was sie in den vergangenen fünf Tagen erlebt hatten. Zuhörer waren ihre Eltern und auch Bürgermeister Markus Dollacker, die Bruder Robert Reiner im Mehrzweckraum des Bildungshauses zum Abschluss der Aktions-Überraschungswoche eingeladen hatte.

Nicht nur gespielt

Die Kinder hatten die Woche über nicht nur gespielt und an Aktionen teilgenommen, sie hatten auch für den in Sierra Leone wirkenden Salesianerbruder Lothar Wagner in drei Gruppen, unterstützt von ihren Betreuern, Geld gesammelt: 138,50 Euro kamen so zusammen. Durch Spenden der Eltern beim abschließenden Kaffee- und Kuchen-Imbiss stieg die Summe dann noch auf 223,70 Euro.

Diesen Betrag überreichten die Kinder an stellvertretenden Klosterdirektor Pater Josef Wenzl. Dem schlossen sich Inge Roidl und Petra Schimmelpfennig an - mit dem Erlös von 353,80 Euro aus einem Familiennachmittag von Kloster, salesianischen Mitarbeitern und offenem Treff. Bürgermeister Markus Dollacker legte noch eine Spende der Gemeinde über 500 Euro dazu. Den so entstandenen Gesamtbetrag von 1076,50 Euro wird Pater Wenzl an Bruder Lothar Wagner weiterleiten.

Dieser führt die Organisation DonBosco Fambul in Freetown in Sierra Leone, 1994 inmitten des Bürgerkriegs zur Rehabilitation von Kindersoldaten gegründet. Die Fambul (Familie), so erläuterte Bruder Reiner, sei Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche in einem der ärmsten Länder der Erde.

Rund 100 Mitarbeiter, drunter einige Salesianer Don Boscos, bieten Rehabilitationsprogramme für Straßenkinder, Familienberatung und Jugendzentren, ein Mädchen- und Frauenhaus sowie ein Therapiezentrum im staatlichen Gefängnis.

Ebola derzeit gut im Griff

Durch die Ebola-Epidemie, "die derzeit ganz gut im Griff ist", seien neue Aufgaben hinzugekommen. Kinder, die diese Krankheit überstanden haben, aber von ihren Familien aus Angst verstoßen wurden, werden in einem Haus aufgenommen, erfahren dort Geborgenheit und Sicherheit.
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