Nicht nur zum Kuscheln

Pfarrer Pater Hermann Sturm (links) begrüßte zum Franziskus-Gottesdienst alle Kinder, Erwachsenen, auch die Tiere und Kuscheltiere, welche die Kinder zur Tiersegnung mitgebracht hatten. Bilder: sön (2)
Lokales
Ensdorf
14.10.2014
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Mit Papst Franziskus ist das Leben des gleichnamigen Heiligen wieder ein Stück weit mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Und damit auch ein Schöpfungsbegriff, der den Menschen tiefen Respekt vor Tieren abverlangt.

(sön) Mit Hunden, Katzen, Zwergkaninchen, Meerschweinchen, aber auch ihren Plüsch- und Kuscheltieren kamen viele Kinder mit ihren Eltern am Sonntagvormittag in den Klosterhof, um einen Franziskus-Gottesdienst zu feiern und ihre Tiere segnen zu lassen. Nach dem Lied "Die Erde ist schön, es liebt sie der Herr", von Inge Rogenhofer auf der Gitarre begleitet, begrüßte Pfarrer Pater Hermann Sturm alle Kinder, Erwachsenen, aber auch die Tiere.

"Wir wollen heute des heiligen Franziskus gedenken", sagte er, "für den alles - egal, ob Sonne, Mond, Sterne, Erde, Menschen und auch Tiere - Schöpfungen Gottes waren, und er sie deshalb gleich wertschätzte". Der Pater erzählte vom Wirken des heiligen Franziskus, der vor 800 Jahren in Assisi lebte und allen Tieren, auch den Vögeln und Fischen, "von der Liebe Gottes predigte". Als Sohn einer reichen Kaufmannsfamilie geboren, habe Franziskus in Reichtum und Überfluss gelebt, war wegen seiner Verschwendungssucht berüchtigt.

Dann hörte er den Ruf Jesu und verteilte sein materielles Vermögen an die Armen, "Er wollte arm wie Jesus leben." Dadurch sei sein Blick frei geworden für die Wunder der Welt, für die Blumen und für die Tiere. Für Franziskus, der die Liebe Gottes gepredigt habe, seien neben den Menschen auch die Tiere seine Brüder und Schwestern gewesen. Er habe die allumfassende Schöpfung verehrt. Danach betete die Gottesdienstgemeinde: "Großer Gott, du hast alle Tiere geschaffen, die Fische im Wasser, die Vögel in der Luft, die Tiere auf der Erde. Sie springen und singen und loben dich. Wie wunderbar ist alles, was du geschaffen hast. Wir danken dir dafür."

Im Anschluss an das Lied "Gott hält die ganze Welt in seiner Hand" las Johann Frind jun. aus dem allerersten Text der Bibel von der Erschaffung der Erde: "Gott machte die Fische, die im Wasser schwimmen, die kleinen und die großen. Er machte auch die Vögel, die über die Erde fliegen. Gott machte alle Tiere, die auf dem Lande leben." Anschließend sangen alle "Du hast uns deine Welt geschenkt", und Pfarrer Sturm segnete die Tiere der Kinder "damit ihr immer Freude an ihnen habt, sie gerne habt und für sie sorgt. Aber auch eure Kuscheltiere, die euch trösten, wenn ihr traurig seid".
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