Noch kostet der Strom nichts

ZEN-Geschäftsführer Gerhard Kopf, der technische Betreuer Hardy Barth und Bürgermeister Markus Dollacker (von links) nahmen in Ensdorf die erste Elektro-Ladesäule im Landkreis in Betrieb. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
02.10.2014
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Ein Ort im Landkreis, an dem man kostenlos Strom haben kann? Den gibt's nicht. Doch - in Ensdorf! Aber nur für Leute, die mit einem Elektro-Fahrzeug unterwegs sind.

Vor dem Kloster hat das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) die erste öffentliche Ladestation für Elektro-Fahrzeuge im Landkreis in Betrieb genommen. Die E-Tankstelle auf dem Gelände des Landratsamts, die dessen Chef Richard Reisinger vor kurzem eröffnete, liegt im Amberger Stadtgebiet. Sie hat aber mit der in Ensdorf gemein, dass auch dort vorerst für den Strom nichts verlangt wird. Das soll die Attraktivität von E-Fahrzeugen steigern.

Ziel ist ein ganzes Netz

Der Ensdorfer Bürgermeister Markus Dollacker als Vorsitzender des ZEN-Fördervereins hoffte bei der Inbetriebnahme, "dass wir durch die Installation der Ladesäule zu einem Umstieg auf nachhaltige und emissionsfreie Mobilität anregen". Die Ladestation sehe er als Schritt hin zu einem flächendeckenden Netz von Elektro-Tankstellen im Landkreis.

Nur erneuerbare Quellen

Die Ladestation sei mit allen gängigen Elektrofahrzeugen kompatibel, betonte Hardy Barth, der die Voltbox-Ladesäule installierte und betreut. Die Ladeleistung werde auf die vorhandenen Anschlüsse verteilt, so dass die Ladezeiten für jeden Abnehmer kurz seien und die maximale Leistung zur Verfügung stehe. Zudem verfüge die Säule über einen Schnelllade-Anschluss für Elektroautos. Intelligente Steuerelemente erlaubten die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Photovoltaik-Anlagen in die Ladesäule, "so dass Elektrofahrzeuge durch die dynamische Regelung zu 100 Prozent ökologisch aufgeladen werden".

Neben den Vorstandsmitgliedern des ZEN-Fördervereins Jürgen Zach und Benjamin Standecker waren aus Kümmersbruck Wolfgang Roggenhofer, Geschäftsleiter im Rathaus, und Energiebeauftragter Michael Pollok gekommen, um sich von der Technik zu überzeugen. Für ZEN-Geschäftsführer Gerhard Kopf ist Hintergrund für die Installation der Ladestation das Projekt emissionsfreie, lärmarme Mobilität im Landkreis Amberg-Sulzbach (elMAS), zu dem das ZEN den Anstoß gegeben habe. Die Aufgabe von elMAS sehe er darin, sich um die Schaffung der notwendigen Ladesäulen-Infrastruktur zu kümmern. "Und diese Station stellt den ersten Schritt für ein flächendeckendes Versorgungsnetz von E-Tankstellen dar."
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