Nothelfer sind gesucht

Auch heute sind Nothelfer gesucht und gebraucht. Jeder an seinem Ort, zu seiner Zeit und mit seinen Begabungen. Denn helfen, das muss das Markenzeichen von uns Christen sein.
Lokales
Ensdorf
22.09.2015
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"Die Verehrung der 14 Nothelfer spielte in der Volksfrömmigkeit des Mittelalters eine sehr große Rolle", betonte Festprediger Karl Geißinger. Anziehungspunkt sind sie heute noch - wie der Start des Eggenbergfests eindrucksvoll bewies.

(sön) Zur Wallfahrtskirche der 14 Nothelfer pilgerten am vergangenen Sonntag wieder viele Gläubige. Den Festgottesdienstes zelebrierten Pater Karl Geißinger aus Benediktbeuren und Pfarrer Pater Hermann Sturm gemeinsam, begleitet vom Ensdorfer Kirchenchor St. Jakobus unter Leitung von Gerhard Tschaffon und der Don-Bosco-Blaskapelle unter Georg Bayerl. Angesichts der Ohnmacht gegenüber Seuchen und Krankheiten hätten sich die Menschen im Mittelalter in ihrer Not an Gott gewandt - als dem "Arzt unseres Lebens", wie Festprediger Geißinger sagte, damit er die vielfältigen Nöte und Wunden heilen möge.

"Die 14 Nothelfer - passen sie noch in unsere Zeit?", fragte Geißinger. Das Wissen um ihr Leben und ihre Legenden gehe verloren. "Schwindet auch das Vertrauen auf Gott in allen möglichen Notlagen?". An die Stelle der 14 Nothelfer seien in bestimmten Situationen Notärzte und Notfallseelsorger, Rettungs- und Bergungsdienste, Feuerwehr und Wasserwacht, Fachleute für Medizin und Psychologie, aber auch für Versicherungen und Rechtschutz getreten.

Ausgedient hätten die Heiligen trotzdem nicht, meinte Geißinger: "Auch heute sind Nothelfer gesucht und gebraucht. Jeder an seinem Ort, zu seiner Zeit und mit seinen Begabungen, denn helfen, das muss das Markenzeichen von uns Christen sein." Wer andere unterstütze, schreibe in der unverkennbaren Handschrift Jesu. Mehr noch: Er erfahre durch sein Tun eine Wandlung. So trage man dazu bei, dass es heller und wärmer wird in unserer Gesellschaft - damit Menschen nicht erfrieren an der Kälte des Egoismus: "Christen bauen mit an einer Kultur des Helfens" und zwar auch "im Kontext einer globalen Welt".

Die Andacht am Nachmittag umrahmte die Ensdorfer Blaskapelle unter Leitung von Hubert Haller. Sie spielte auch anschließend zur Unterhaltung auf. Für die Verpflegung sorgten die DJK und die Ensdorfer Feuerwehr.

Der Pfarrgemeinderat verkaufte neben einem Kirchenkalender auch Wein und Nudeln, um mit dem Erlös daraus die Kirchenrenovierung zu unterstützen. (Blickpunkt)
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