Ordensgelübde jetzt erneuert

Kinder des offenen Treffs spielten nach, wie der neunjährige Giovanni Bosco seiner Mutter von seinem großen Traum erzählte. Bilder: sön (2)
Lokales
Ensdorf
18.08.2015
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Bis 1967 war das Kloster Ensdorf das Noviziat der Salesianer Don Boscos. Aus dieser Zeit stammt die Tradition, dass zu Mariä Himmelfahrt die Ordensgelübde abgelegt werden.

(sön) Viele Salesianer kamen dazu auch heuer wieder nach Ensdorf. Bei einem Festgottesdienst mit dem ehemaligen Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser, gemeinsam mit 16 Mitbrüdern, begingen sie ihre Profess-Jubiläen und erneuerten ihre Gelübde feierlich.

Vom Himmel gebraucht

"Weil der Himmel uns braucht" sang die Gruppe Mosaik. Erzbischof Kothgasser griff dies auf: Gott habe sich das so gedacht, als er vor 200 Jahren Giovanni Bosco das Leben schenkte. Viele seien Don Bosco nachgefolgt, betonte er mit Blick in die Runde der Jubilare: "Wir haben heute Grund genug, Gott zu danken."

Die Kinder des offenen Treffs zeigten in einem Spiel, wie der neunjährige Giovanni Bosco seiner Mutter von seinem großen Traum erzählte. "Wie bringt man Gott zum Lachen? Man erzählt ihm von den eigenen Plänen": Damit ging Provinzial Pater Josef Grünner in seiner Predigt auf dieses Spiel zum Gottesdienst ein. In Boscos Traum sei dem Neunjährigen der Plan Gottes für sein Leben eröffnet worden.

Oft würden aus Plänen schnell Illusionen, die zu Enttäuschungen führten. Bei Don Bosco sei es anders gekommen: "Wo Gott auf den Plan tritt, einen Menschen in Blick nimmt, anspricht und einlädt, tun sich ganz ungeahnte neue Möglichkeiten auf. Wir nennen das Berufung. Wir ehren Don Bosco heute, an seinem 200. Geburtstag, weil er dem Plan Gottes voll und ganz getraut hat und dem Ruf des Herrn gefolgt ist, nicht seine eigenen Pläne zum Maßstab seines Lebens gemacht hat - Don Bosco ist unser Leitbild", betonte Grünner.

Ganz besonders treffe dies für die Mitbrüder zu, die in der salesianischen Ordensgemeinschaft nach seinem Beispiel lebten und in seinem Geist handelten. Die Jubilare, die auf 25, 40, 50, 60, 65 und gar auf 75 Jahre Profess zurückblicken könnten, verdienten Dank und Anerkennung. Ihre Treue zur salesianischen Berufung, ihr selbstloser Einsatz in den Gemeinschaften und der Sendung in ganz verschiedenen Bereichen, ihr Stehen zu Don Bosco, zur Kongregation, zur Kirche seien keine Selbstverständlichkeit, sondern die Frucht ihres Glaubens: "Sie sind verfügbar für den Plan Gottes."

Ganze Reihe Jubilare

Danken wolle er dem Herrn auch, so der Provinzial, dass die jüngeren Mitbrüder Mike Goldsmits, Simon Härting und Benjamin Barz mit der Erneuerung ihrer Profess Gottes Ruf an ihre Bereitschaft bestätigten, ihm als Salesianer Don Boscos weiter zu folgen. Nach dem Gottesdienst erneuerten die Jubilare ihre Profess. Pater Rupert Nebauer (Ensdorf) hatte sie vor 75 Jahren ablegt. Vor 65 Jahren taten dies Pater Tadeusz Krupa (Reichenbach) und Bruder Karl Stürmer (Ensdorf), vor 60 Jahren die Patres Herbert Bihlmayer (München), Josef Jochem (Pfaffenhausen) und Bruder Georg Schieder (Benediktbeuern), vor 50 Jahren Bruder Alfred Engler (Buxheim) und Pater Ernst Kusterer (Stuttgart), vor 40 Jahren Bruder Josef Hauser (Bamberg) und Pater Domink Tran manh Nam (Flörsheim) sowie vor 25 Jahren die Patres Thomas Astan-Gnacke (Berlin), Elmar Koch (Hannover), Rainer Reitmeier (München) und Bruder Robert Reiner (Ensdorf).
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