Pater Lindner: Zeit reif für neue Tradition

Lokales
Ensdorf
09.12.2014
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(sön) Beim zweiten Bibel-Gespräch in dieser adventlichen Zeit traf sich im Kloster Ensdorf wieder eine Gruppe von Interessierten aus dem Kreis der Pfarrei, der salesianischen Mitarbeiter und des Klosters selbst. Entsprechend dem Sonntagsevangelium stand der Prophet Johannes der Täufer im Mittelpunkt.

"Ich taufe nur mit Wasser, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen", schrieb es Evangelist Markus. Was aber bedeutet dieser Heilige Geist heute? "Geist hat immer mit Begeisterung zu tun, über Pfingsten hinaus. Aber wo erleben wir heute in unserer Kirche am Sonntag ein Stück Begeisterung, die dann nicht nur junge Leute anspricht?", fragte der Jugendseelsorger Pater Alfred Lindner in die nachdenkliche Runde.

Johann Ott, ehemals Religionslehrer an einem Amberger Gymnasium, meinte kritisch, dass wir immer noch zu sehr an seit altersher eingeübten religiösen Ritualen hingen, wie etwa der Maiandacht. Dabei sollten wir wissen, dass diese religiöse Tradition erst im 18. Jahrhundert so richtig entstanden sei - und eben nicht schon seit Apostel-Zeiten dazu kirchlich eingeladen worden sei.

Es werde also Zeit, so Pater Lindner weiter, zum Beispiel in unserer heutigen Zeit vielleicht sogar ganz neue christliche Traditionen zu schaffen. Eine dankbare Gruppe wäre die Kirwa-Jugend, die alljährlich ihre erfreulicherweise wieder erstarkte traditionelle Kirchweihe sicher zeitgemäß und jugendgemäß feiern wolle.

Noch zweimal, jeweils mittwochs um 19 Uhr, trifft sich in diesem Advent der Bibelkreis der Pfarrei im Konferenzraum des Klosters.
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