Pater Sturm spricht über Papst und Ensdorfer Renovierung
Kirche im Umbruch

Pater Hermann Sturm. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
14.03.2015
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(sön) Papst Franziskus sei wohl anders als erwartet - "von einem anderen Kontinent, anderem Naturell und verschiedener Einstellungen": Das betonte Pater Hermann Sturm beim Pfarrfamiliennachmittag in Ensdorf. Der stand unter der Überschrift "Kirche im Umbruch - Pfarrei im Umbruch".

Mit seiner offenen Art komme Franziskus gut bei den Menschen an, sagte Sturm. Der Papst spreche auch heikle Themen an - und wolle die Kirche mit ihren Verantwortlichen auf das Wesentliche hinstoßen: mehr Innerlichkeit als Äußerlichkeit. "Christ sein ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Dieses durch die Familie Hineinwachsen fehlt heute vielfach", stellte Sturm fest. Sich zum Glauben zu bekennen, ihn zu leben, sei in unserer Gesellschaft, sogar in den Dörfern, schwerer geworden.

Die grundlegende Renovierung der Pfarrkirche und die dadurch veränderte Situation für Gottesdienste und Feiern müsse man auch als eine Umbruchszeit sehen, merkte Sturm an. "Viel improvisieren ergibt sicher auch Lösungen, die nicht allen entsprechen." Ideen wie Erntedank oder Weihnachten im Theatersaal, Gottesdienste auf dem Eggenberg und im Pfarrsaal seien nicht schlecht: "Bei allen Erschwernissen versuchen wir, Kirche lebendig zu halten".

Dafür, dass trotz aller Einschränkungen der Glaube nicht verflache, nicht verdunste, seien alle Gläubigen mitverantwortlich, gerade durch die Familien, betonte Sturm. Sein Dank galt "allen, die Kirche lebendig halten, mittragen, mitgestalten und mitbeten". Sturm gab bekannt, dass 2014 in der Gesamtpfarrei eine Trauung, 26 Taufen (davon drei Asylbewerber), 15 (3) Erstkommunionen, neun (3) Firmungen und 18 Sterbefälle zu verzeichnen waren.

Kirchenpfleger Johann Fink berichtete über den Stand der Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Jakobus. Die Fensterrenovierung sei abgeschlossen, Altar und Ambo seien aufgestellt, die Bodenarbeiten vor dem Abschluss. Ende April erfolge der Gerüstaufbau für Arbeiten an den Fresken. "Wir sind im Kostenrahmen geblieben", informierte Fink: "Bis heute wurden 720 000 Euro verbaut."
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