Salesianer feiern ihren Ordensgründer Don Bosco als einen großen Menschenfreund
Trumpf in einer Welt ohne Herz

In Konzelebration mit Pater Ernst Kusterer (Dritter von links) feierten (von links) die Patres Alfred Lindner, Christian Liebenstein, Hermann Sturm, Josef Wenzl und Johannes Schreml den Festgottesdienst. Bilder: sön (2)
Lokales
Ensdorf
27.01.2015
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(sön) Am 16. Januar vor 200 Jahren wurde ihr Ordensgründer Johannes Bosco geboren: Dieses Jubiläum gab dem Don-Bosco-Fest der Ensdorfer Salesianer diesmal einen besonderen Rahmen. Mit Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein, Pfarrer Hermann Sturm und den Patres Josef Wenzl, Alfred Lindner und Johannes Schreml zelebrierte Pater Ernst Kusterer aus Stuttgart einen Gottesdienst im Mehrzweckraum des Bildungshauses.

Der Jugend eine Chance

Die Gruppe Charisma aus Fensterbach begleitete die Messe. Christian Liebenstein freute sich, "dass so viele mit uns dieses Fest feiern". Das Leben und Wirken Don Boscos war Thema der Predigt. Pater Kusterer verwies darauf, dass es zahlreiche Sticker wie "Ein Herz für Kinder" oder "Ein Herz für Tiere" gebe. Doch "je mehr Aufkleber mit Herzen wir anfertigen, umso weniger Menschen mit Herz haben wir". Kusterer richtete den Blick auf den Ordensgründer: "Als Freunde Don Boscos schätzen wir seine Leistung für die Jugend. Wir bewundern seinen radikalen Einsatz für die Kinder und die Jugendlichen in Turin." Mit Haut und Haaren, bis zur Verwegenheit, habe sich Johannes Bosco dafür eingesetzt, dass der Nachwuchs Mahlzeiten, eine Ausbildung und ein Dach über den Kopf bekam und menschlich, gerecht und verständnisvoll behandelt wurde.

Er habe die Jugendlichen so genommen, wie sie waren - gerade die Schwierigen, fügte Kusterer hinzu. Don Bosco habe unermüdlich daran gearbeitet, dass sie gute Menschen und Christen wurden. "Amorevollezza" (Liebenswürdigkeit) sei der italienische Ausdruck "für das, was wir an Don Bosco lieben: seine heitere Liebenswürdigkeit, seine Freundlichkeit, seine Liebe und Menschlichkeit, seine Zuneigung zu den Menschen - einfach die Art und Weise, wie er mit den Menschen umging: menschlich". Das sei genau das, was Kirche und Gesellschaft heute dringend brauchten: "Menschen mit Herz - herzliche Menschen".

Starke Symbole

Mit überdimensionalen Spielkarten stellte der Festprediger die vier Farben des bayerischen Kartenspiels vor: Eichel als Symbolfigur für das Negative, Schelln als Sinnbild für das Geld, das Ökonomische, Grün für die Umwelt, die Bewahrung der Schöpfung. Und dann noch Herz - denn Herz ist Trumpf. Wer das Herz am rechten Fleck habe, werde mit den Eicheln zurechtkommen, die Schellen gut verwalten und Ehrfurcht vor der Natur entfalten. "In einer Welt ohne Herz aber ist Don Bosco der Joker, der Trumpf, der sticht - Don Bosco hat Zukunft."

Beim anschließenden Stehempfang fanden sich die Gottesdienstbesucher zu Gesprächen zusammen. Die Don-Bosco-Blaskapelle unter Leitung von Bruder Georg Bayerl spielte dazu auf.
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