Schnelles Netz dauert

Im Eingangsbereich des Ensdorfer Friedhofes müssen Tor, Zugang und Mauer saniert werden: Die Arbeiten sollen demnächst beginnen. Bild: tra
Lokales
Ensdorf
27.01.2015
3
0

Wenn alles nach Plan läuft, beginnt die Gemeinde Ensdorf 2016 mit der Breitbanderschließung: Dieses Zeitfenster öffnete Bürgermeister Markus Dollacker im Gemeinderat. Der Ausbau werde dann gut eineinhalb Jahre dauern.

(tra) Dollacker zeigte sich erfreut darüber, dass das Projekt in Gemeindehand bleibt. Eine Markterkundung habe ergeben, dass Netzbetreiber für das Gebiet Ensdorf keinen eigenwirtschaftlichen Ausbau planen. Derzeit seien nur Teilbereiche von Ensdorf und Wolfsbach mit einer schnellen Internet-Verbindung von bis zu 30 Mbit/s ausgestattet.

Um auch im übrigen Gemeindebereich diesen Standard zu erreichen, sieht der erste Schritt in der Planung der Firma Innovative Kommunikations-Technologien (ITK) Glasfaserkabel bis zu den Verzweigern vor. Von hier aus werden dann die einzelnen Gebäude versorgt. Kabelverzweiger sind in Ensdorf, Thanheim, Uschlberg, Götzenöd, Wolfsbach (3), Hofstetten, Hirschwald und Seulohe vorgesehen. Von Thanheim aus werden die umliegenden Orte mitversorgt, was die Leistung mindern würde. Die könnte durch Glasfaser bis zum Hausanschluss vermieden werden. Die Nutzer müssten die Mehrkosten dafür mittragen.

Ohne diesen Zusatzaufwand werden die Kosten laut Dollacker auf 1 162 500 Euro geschätzt. 20 Prozent davon müssten die Netzbetreiber aufbringen. Der Rest werde zu 90 Prozent gefördert (Höchstbetrag 910 000 Euro). Sollte diese Summe benötigt werden, dann hätte die Gemeinde Kosten von knapp über 100 000 Euro zu tragen. Als nächste Schritte nannte Dollacker Ausschreibungen, Angebotsbewertungen, Vergaben und Förderantrag-Stellung sowie Prüfung der Verträge und Förderanträge. Dies, merkte der Bürgermeister an, werde aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Schon bald soll dagegen die Sanierung der Umfassungsmauern im Eingangsbereich der Friedhöfe in Ensdorf und Wolfsbach beginnen. Die Aufträge hierfür wurden einstimmig an den günstigsten Bewerber, die Firma Staufer-Bau aus Rieden, vergeben. Ihre Angebote lagen für Ensdorf bei 38 126 Euro und für Wolfsbach bei 36 492 Euro.

Zugestimmt hat der Rat einer Zweckvereinbarung zu einem interkommunalen Gewässer-Entwicklungskonzept der Naturpark-Hirschwald-Gemeinden. Von den Kosten (59 157 Euro) entfallen auf Ensdorf 2850 Euro. Um einen städtebaulichen Vertrag mit der Firma Edeka abschließen zu können, ist zur Kostenermittlung eine Erschließungsplanung für das Dienstleistungszentrum Don Bosco nötig. Den Auftrag bekam einstimmig das Ingenieurbüro Seuß aus Amberg.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.