Senioren mitten im Ort

Waldthurns Bürgermeister Hans Beimler (Dritter von links) und Hans Hammerl (rechts), der Betreiber der altengerechten Wohnanlage Waldthurn, informierten die Ensdorfer Besucher unter Leitung von Heimat- und Kulturvereinsvorsitzendem Gerhard Tschaffon (Vierter von rechts), Herbert Scharl (Dritter von rechts) und Seniorenbeauftragtem Hans Ram (Zweiter von rechts) über die Einrichtung. Bild: hfz
Lokales
Ensdorf
02.11.2015
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Das Seniorenheim steht nicht nur mitten im Ort, zwischen Kirche und Geschäften - es ist mit seinem Café auch Treffpunkt für alle Bürger: Diese Idee, die in Waldthurn in die Tat umgesetzt wurde, war Thema der Ensdorfer Senioren-Aktivwochen.

Der Heimat- und Kulturverein bot interessierten Bürgern die Gelegenheit, dieses Beispiel altengerechter Wohnformen zu erkunden - direkt an Ort und Stelle, in der Marktgemeinde Waldthurn. Die Organisation lag in den Händen von Vorstandsmitglied Hans Ram. Auch der Seniorenbeauftragte des Gemeinderats, Herbert Scharl, nutzte die Gelegenheit, Beispiele von Initiativen gegen Gebäudeleerstand in den Ortskernen und alternative seniorengerechte Wohnformen kennenzulernen.

Der Betreiber und Leiter des Seniorenheims am Fahrenberg, Stefan Hammerl, führte die Gruppe durch das neu errichtete Haus und erläuterte die pflegerischen Angebote. Das Gebäude wurde nach seinen Worten unter intensiver Berücksichtigung denkmalpflegerischer Vorgaben im Ortskern von Waldthurn errichtet. Die Gemeinde unterstütze das Projekt mit zahlreichen Maßnahmen.

Durch die Lage im Zentrum können viele Bewohner der Einrichtung am Leben im Ort teilnehmen: Die Kirche und einige Geschäfte liegen in unmittelbarer Nähe. Im Haus entstehen gerade ein Geschäft für Sanitätsartikel, eine physiotherapeutische und ein Hausarzt-Praxis, in der auch Gast-Fachärzte behandeln. Große Nachfrage besteht laut Hammerl an der Tagespflege. Das Gebäude sei so konzipiert, dass hier auch Palliativpflege möglich ist. Eine gute Alternative zum üblichen Pflegeheim sei die Möglichkeit, Zimmer oder auch eine kleine Wohnung im Haus zu mieten und gewünschte Pflegemaßnahmen dazu zu buchen.

Das Haus hat ein eigenes Café, das allen Bürger der Gemeinde offen steht: Hier versammelten sich auch die Ensdorfer Besucher. Waldthurns Bürgermeister Josef Beimler informierte sie auch über andere Maßnahmen seiner Gemeinde. Das Seniorenzentrum und seine Dienstleistungen seien "ein wesentlicher Beitrag zur Bewahrung und Erhöhung der Lebensqualität in Waldthurn" und damit ein Beitrag, um den Bevölkerungsrückgang auf dem Land zu bremsen. Im Zentrum des Marktes sei ein Leerstand unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes durch eine bedeutende Einrichtung ersetzt worden, bilanzierte der Bürgermeister erfreut.
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