So bunt wie das Leben

Fliegenbinden brachte einem der Fischereiverein Schmidmühlen bei.
Lokales
Ensdorf
05.10.2015
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Auf dem Land wird erzeugt, was in den Städten konsumiert wird. Diese vielleicht etwas zu idealtypische Vorstellung eines Kreislaufs, der seit Jahrhunderten funktioniert, kam beim Tag der Regionen zu neuen Ehren.

Jedenfalls hatte die bayerische Umweltministerin und Schirmherrin Ulrike Scharf den Slogan "Das Leben im Dorf lassen - für die Zukunft der Stadt" als Motto für diese Veranstaltung ausgegeben. Bei der Eröffnung des 17. Tages der Regionen mit Erntedankmarkt in und um das Kloster Ensdorf betonte die Leiterin der Umweltstation, Ute Meindl-Kett: "Die knapp 50 Aussteller zeigen wieder, wie viel Leben in der Gemeinde, in der ganzen Region ist. Handwerk und Dienstleistungsgewerbe, landwirtschaftliche Betriebe, Akteure sozialer Initiativen wie die Aktion Hoffnung, die erstmals Second-Hand-Ware anbietet, sind hier genauso vertreten wie Kollegen aus der Umweltbildung."

Das mache die Vielfalt deutlich und zeige die Bedeutung für die Region, für den Landkreis und die Stadt. So konnte leichter Nieselregen weder Aussteller noch Besucher vergrämen. Pfarrer Hermann Sturm betonte beim Gottesdienst im Wittelsbachersaal: "Erntedank schließt gerade in unserer Zeit die Besinnung auf die uns von Gott anvertraute Schöpfung ein."

Besonderes Flair brachte eine Dudelsack- und Drehleiergruppe, die einen Workshop im Bildungshaus absolvierte, in den Kreuzgang des Klosters. Stefan Huber und Koma Lüderitz lösten mit Ukulele, Bass, Dudelsack, Saxofon und Schlagzeug die Gruppe ab, sorgten für musikalische Höhepunkte. Im Klosterhof aber war die Ensdorfer Blasmusik für die Unterhaltung zuständig.

Die Aussteller gaben im Klosterhof und im Kreuzgang ihre ganz persönlichen Visitenkarten ab. Das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) etwa mit seinen Messewagen und dem Elektroauto. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, aber auch der Naturpark Hirschwald informierten über ihre Arbeit. Der Freundeskreis des Klosters hatte einen Flohmarkt aufgebaut. Dort wurden Blumengestecke, Schmuck, Spielsachen, Wollartikel, handgewebte Teppiche, Gestricktes, Holzdeko-Objekte, Dekorationsartikel, Schäfereiprodukte und Lammfleisch angeboten. Auch ein Drechsler war vor Ort.

Natürlich war an Gaumenfreuden ebenso gedacht: Da gab es Biogemüse und -obst, Weine, Apfelsaft und Federweißen, geräucherte Fische, Biokäse, Liköre, Honig und Marmeladen, herzhafte Brotspezialitäten und Kleingebäck.
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