So klingen Zoigl und Erdäpfel

Mit Handharmonika, Autoharp (Volkszither), Ukulele, Dudelsack, Baritonsaxofon und Percussion begleiteten Stefan Huber und Koma Lüderitz (von links) die Ausstellungseröffnung. Bilder: sön (2)
Lokales
Ensdorf
09.05.2015
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Wie klingt die Oberpfalz? Antworten auf diese Frage liefert die gleichnamige Ausstellung, die momentan im Ensdorfer Kloster zu sehen ist. Oder besser zu hören: Kirwagschroa, Hammerschlag und Pendlerlärm erklingen da beispielsweise - und sogar Erdäpfel, Zoigl und Döner.

(sön) Eine Oberpfälzer Polka spielten Stefan Huber und Koma Lüderitz zum Auftakt, brachten bei der musikalischen Umrahmung der Ausstellungseröffnung im Kreuzgang aber auch Walzer, südamerikanische und transsilvanische Volksmusik zu Gehör. Kloster-Verwaltungsleiter Jürgen Zach betonte, die Ausstellung sei toll gemacht, so dass sie für Schüler und junge Menschen schon alleine wegen der Technik interessant sei. "Die Erwachsenen aber werden sich eher an den Inhalten und deren tolle Aufbereitung erfreuen."

"Eine funktionelle Ausstellung, die alle Besucher begeistern wird", lobte Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher (Weiden) in seinem Grußwort, auch im Namen seiner Bezirkstagskollegen Richard Gaßner und Martin Preuß. Für ihn sei die Präsentation gerade in den Klostermauern besonders wertvoll. Die Oberpfalz lasse sich hier durch intensiven Klang und Ton erleben: "Für mich ist die Konzeption hervorragend."

Auf die Entstehung der Ausstellung und ihre Gestaltung ging Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl ein. Wie klingt eine Region? Wie soll man sich dem Thema annähern, es wissenschaftlich erarbeiten und in die Praxis umsetzen - ohne sich der klassischen Klischees zu bedienen? Damit beschäftigt haben sich 35 Studenten der vergleichenden Kulturwissenschaft und der Medieninformatik an der Universität Regensburg sowie zehn Studenten der Fachakademie für Raum- und Objektdesign Cham in einem gemeinsamen Projekt.

"So strömten die Studenten aus, um sich mit den Tönen der Oberpfalz zu beschäftigen", berichtete Appl. Aber die Herangehensweise musste gedreht werden - in Richtung "Was sind die Themen, welche die Menschen in der Oberpfalz prägen?". Es galt, Geräusche zu entdecken, die dies aufgreifen. Dies, und auch Bilder und Texte zu den Themen zu finden, ist nach den Worten des Bezirksheimatpflegers "bei diesem studentischen Projekt, welches Kultur und Geschichte der Oberpfalz einbindet, wunderbar gelungen".

Die Ausstellung wird weiter durch die Oberpfalz wandern und ab 2017 auch in Tschechien zu sehen sein. Möglich gemacht hat das Projekt der Bezirkstag.
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