Stadtmaus-Tour Belohnung für erfolgreiches Wettbewerbsjahr der Jugendfeuerwehr
Von Henkern und Verbrechern

"Gar schröcklich" konnte es im Mittelalter nicht nur in Regensburg Übeltätern und Verbrechern ergehen: Sie wurden in die Halsgeige gespannt oder an den Pranger gestellt. Für die Jugendlichen der Feuerwehr Ensdorf war diese besondere Stadtführung ein Dankeschön für ihre Erfolge. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
31.10.2014
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(sön) "Mit der Stadtmaus durch Regensburg": Diese Tour war für die Ensdorfer Jugendfeuerwehrler eine Belohnung für ihre in den vergangenen Monaten erbrachten Leistungen. Sie hatten unter anderem in Steinling den Junior-Cup der Kreisfeuerwehr Amberg-Sulzbach geholt und in Freystadt das silberne und goldene Abzeichen des 3. Bayerischen Leistungsbewerbs im CTIF errungen.

Außerdem legten sie in Mürzzuschlag in der Steiermark das Jugendspielabzeichen und das Feuerwehrjugendleistungsabzeichen Österreichs jeweils in Bronze und Silber ab. Zudem schafften die Jugendlichen den Oberpfalz-Cup in Pleußen meisterhaft und holten sich in Völklingen bei den zweiten Grenzlandmeisterschaften die Leistungsabzeichen des Saarlandes, von Rheinland-Pfalz und von Luxemburg.

Nun fuhren sie nach Regensburg und nahmen an einer Stadtführung der besonderen Art teil. Die vom Ensemble Stadtmaus geführte Veranstaltung lief unter dem Motto: "Von Verbrechern und Vogelfreien". Allein dieser Titel versprach schon viel Interessantes und die erste Überraschung wartete prompt: Die Führerin war eine vielen bekannte Ensdorferin, Irene Lautenschlager, die alle mit ihren Erzählungen aus der Historie Regensburgs in ihren Bann schlug. Auch die Geschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit schilderte sie eindrucksvoll.

Für weitere Überraschungen sorgten schauspielerische Einlagen, die manchmal ganz schön lebensecht und verblüffend auf die jungen Leute wirkten. So wurden die Ensdorfer Jungfeuerwehrler durch Irene Lautenschlager in das Reich der Henker, wahnsinniger Mörder und Gesetzloser geführt, bekamen dies durch teils schaurige Einlagen direkt und praktisch vorgeführt. Da erschienen Henker, Sterbende und zuguterletzt auch noch Eheleute, die den Pranger verdient hatten. Es waren stimmungsvolle Stunden in den dunklen Gassen der Regensburger Altstadt, zum Teil nur beleuchtet von den getragenen Stalllaternen. Es war für alle ein lehrreicher Geschichtsunterricht der anderen Art, der Spaß machte und sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Auf dem Rückweg nach Ensdorf musste natürlich noch ein Fastfood-Lokal angesteuert werden, was dem Entspannen und wieder "Runterkommen" nur guttat. Die Jüngsten unter den Jugendfeuerwehrlern werden aber schon demnächst wieder die Deutsche Jugendflamme Stufe 1 ablegen und sie bereiten sich allmählich auf den Wissenstest 2014 vor.
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