Vergangenheit lockt Massen

Hans Weiß präsentierte alte Bilder aus seiner Heimatstadt Ensdorf - und bekam aus der großen Zuhörerrunde manchen Hinweis dazu. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
21.01.2015
1
0

Bevor Hans Weiß loslegen konnte, mussten erst noch zusätzliche Stühle im Mehrzweckraum des Bildungshauses im Kloster aufgestellt werden. Vor allem ältere Besucher interessierten sich brennend für die Bilder, mit denen der Riedener Vergessenes und auch Kurioses aufleben ließ.

(sön) "Mit so vielen Besuchern hätten wir im Traum nicht gerechnet", gestand Verwaltungsleiter Jürgen Zach. Am Ende waren es etwa 100 Gäste aus Ensdorf und dem Umland, die die alten Ansichten, Postkarten und Bilder sehen wollten. Auf einer großen Leinwand präsentierte Hans Weiß aus Rieden seine Auswahl an Raritäten und Kuriositäten aus den vergangenen 100 Jahren: Schwarz-Weiß-Fotografien, kolorierte Postkarten, Aufnahmen von Ensdorfer Originalen und längst vergessenen Begebenheiten.

Der gebürtige Ensdorfer stellte eine kurze geschichtliche Rückschau auf die Anfänge des Dorfes und des Klosters voran. Neben alten Stichen und Zeichnungen kamen auch die wichtigsten Persönlichkeiten wie Abt Anselm Desing oder Abt Anselm Meiler und deren Bedeutung für die Entwicklung des Kloster(dorfes) zu ihrem Recht. Dann aber waren es vor allem die älteren Zuhörer, die zu den ausgewählten Ortsansichten oder Schnappschüssen etwas beizutragen hatten. Der Referent zeigte immer wieder, wer sich hinter einem braven Kinderfoto verbarg oder "sich fast nicht verändert hat". Es waren auch die Geschichten hinter den Bildern, die diese Rückschau so interessant machten.

Unterteilt war der Vortrag in "Frühzeit und Klostergründung", "Alte Post- und Ansichtskarten", "Häuser, Straßen und Gebäude", "Pfarrkirche St. Jakobus und ihre Pfarrer", "Ehemaliges Benediktiner-, jetzt Salesianer-Kloster", "Arbeit und Dorfalltag", "Schulklassen- und Familienbilder" und "Bedeutende Ereignisse". Während der Schau, in der Pause und sogar noch auf dem Nachhauseweg kam das zum Tragen, was den Veranstaltern, dem Freundeskreis Kloster Ensdorf, wichtig war - das gemeinsame Gespräch und Erinnern, der Austausch über längst Vergessenes und die Liebe zur Heimat.

Erstmals war eine kleinere Zusammenstellung der Bilder schon bei der Ensdorfer Klosternacht zu sehen. Weil schon damals das Interesse enorm war, hatte man nun eine Neuauflage organisiert. Dazu war sogar der ehemalige Provinzial Pater Herbert Bihlmayer extra aus München gekommen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7958)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.