Vilstalstrecke unter Dampf

Nicht nur Erwachsene, ganz besonders Kinder waren von der Ausstellung im Ensdorfer Kloster begeistert. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
28.09.2015
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Dampfloks pfiffen, stießen Qualm aus, Elektroloks zogen Personen- und Güterwaggons durch fantasievoll gestaltete Landschaften. Ein Hauch von Nostalgie wehte am Wochenende durch das Klosters Ensdorf.

(sön) Der Modelleisenbahn-Club Unteres Vilstal (MEC) hatte zu seiner zwölften Ausstellung eingeladen. "Der MEC geht mit großen Schritten seinem 25-jährigen Vereinsjubiläum entgegen", blickte Vorsitzender Reinhard Roth bei der Eröffnung zurück. Einige Gründungsväter seien immer noch aktiv, hob er besonders Ehrenvorsitzenden Wolfgang Kern hervor, der im Wittelsbachersaal wieder die Vilstalbahn in Spur N betreute. Diese sei auch Grundstein und Antriebsfeder für die Gründung des MEC gewesen.

Eigene Jugendgruppe

Der Verein zähle derzeit 52 Mitglieder, davon 21 Jugendliche. Er rekrutiere seine Mitglieder aus dem gesamten Landkreis. "Wir hatten Hoch und Tiefs zu bewältigen" sagte Roth, "aber es fanden sich immer Mitglieder, die den Verein mit vollem Einsatz nach vorne brachten." Filigrane Arbeit an den Modulen und enormen Einsatz beim Dachausbau in Eigenleistung bescheinigte der Schirmherr, der Riedener Bürgermeister Erwin Geitner den MEClern. "Sie können stolz sein auf das in 24 Jahren Erreichte" schrieb er den Modelleisenbahnern ins Stammbuch. Geitner übergab ein Spendenkuvert und wünschte ebenso wie der Ensdorfer Bürgermeister Markus Dollacker der Ausstellung viele Besucher. Dem schloss sich Landtagsabgeordneter Harald Schwartz auch im Namen der weiteren Ehrengäste an.

Zwölf Meter lang

Dann hieß es: "Die Ausstellung ist eröffnet." Die Eisenbahnfans belagerten die einzelnen Module, bestaunten den Fahrbetrieb auf detailgenauen Streckenbauten mit Über- und Unterführungen, Brücken, Bahnhöfen, Stadtmodulen mit Umfahrten und Gebirgslandschaften. Im Wittelsbachersaal war die zwölf Meter lange Vilstalstrecke als maßstabgetreuer (1:160) Nachbau der Lokalbahn vom Bahnhof Drahthammer bis Schmidmühlen in Spur N zu sehen. Peter Wawrzyniak von DC-Cars stellte kleine selbstfahrende Fahrzeuge vor und im hinteren Teil des Saals konnten Kinder, während sich die Eltern eine Brotzeit genehmigten, auf einer Spielbahn den Umgang mit der Modelleisenbahn lernen.

Im Foyer waren Kriegs- und Brückenmodule zu sehen und als besonderes Schmankerl sorgte Edgar Dobler für viel Qualm bei einer riesigen Dampf- und einer Diesellokomotive. Im Fürstensaal stellte sich die Jugendgruppe mit filigranen Nachbauten von Gebäuden aus der Region vor. Die Oberpfalz-Modul-Anlage (OMA) in der Spurweite H0 im Maßstab 1:87 war im Vereinsraum ein Stockwerk höher zu bewundern.
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