Vom Steinbruch in den Kanal

Dem Antrag der Firma Pongratz auf Einleitung des Oberflächen- und Sickerwassers der Deponie und des Steinbruchs in die gemeindliche Kanalisation wurde zugestimmt. Bild: tra
Lokales
Ensdorf
17.10.2015
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Die vorhandene Praxis der Entwässerung der Deponie und des Steinbruchs der Firmen Pongratz Schotterwerk und Deponiebetriebe in Wolfsbach ist vom Wasserwirtschaftsamt nicht mehr gewünscht. Nun galt es, Lösungen zu finden.

Die wasserrechtliche Erlaubnis ist Grundlage für den Fortbestand der Firmen, die deshalb einen Antrag an die Gemeinde gestellt haben, Oberflächen- und Sickerwasser des Deponiekörpers und die Oberflächenwasser aus dem Steinbruch in Wolfsbach über die gemeindliche Kanalisation in die Vils einzuleiten.

Graben- und Rohrsystem

Dipl. Ing. (FH) Rainer Rubenbauer vom Büro Umwelt und Tiefbau Ingenieure Amberg GmbH stellte den Räten die Planung vor. Die sieht vor, dass das Oberflächen- und Sickerwasser der Deponie und des Steinbruches in Wolfsbach über ein Grabensystem in ein Regenrückhaltebecken und von da durch Rohrleitungen in die Kanalisation in der Espanstraße geleitet wird.

In diese vorhandene Kanalisation wird bereits jetzt das Oberflächenwasser des Schotterwerks und der Staatsstraße 2165 sowie das Niederschlagswasser der Anlieger eingeleitet. Der Abfluss, für den es eine wasserrechtliche Erlaubnis gibt, erfolgt über eine Rohrleitung durch die Straße und in die Vils. Dieser Durchlass durch die Straße muss bei einer Umsetzung der Maßnahme erweitert werden. Außerdem wird zwischen Straße und Vils ein Regenklär- oder Rückhaltebecken benötigt, wobei es - da dieser Bereich FFH-Gebiet ist und im Überschwemmungsgebiet liegt - "noch einiges abzuarbeiten gilt", wie Ingenieur Rubenbauer meinte.

Zur Regelung der anstehenden Arbeiten und deren Kostentragung wird mit den Firmen Pongratz Deponiebetriebe und Pongratz Schotterwerk noch eine Vereinbarung abgeschlossen. In seinen Bekanntgaben informierte Bürgermeister Markus Dollacker über die Auftragsvergabe zur Sanierung der Brücke in Leidersdorf an die Firma Zimmerei Fischer in Schmidmühlen, die die Arbeiten noch heuer anpacken will. Zugestimmt wurde dem Antrag des Kirwavereins und der Feuerwehr Wolfsbach, einen Teil des Festplatzes zu pflastern und die Rasenfläche zu vergrößern.
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