Wehr sorgt für Debatte

Lokales
Ensdorf
01.07.2015
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Für Verwirrung sorgte die Ensdorfer Feuerwehr bei einigen Mitgliedern des Gemeinderats. Der sollte über das neue Einsatzfahrzeug entscheiden. Wie es aussehen soll, war eigentlich schon geklärt. Doch die Wehr hat es sich inzwischen offenbar anders überlegt.

Strittig sind damit nun wieder Größe und Art des neuen Ensdorfer Feuerwehr-Fahrzeugs, das das vorhandene Modell, ein LF 8, ablösen soll. In einer nichtöffentlichen Sitzung im Februar und in einer Klausur hatten sich die Räte mit dem Thema beschäftigt und dabei auch die Wehr einbezogen.

Das Ergebnis dieser Gespräche war, das alte LF 8 durch ein HLF 20/16 zu ersetzen. Dieses große Fahrzeug beinhaltet sämtliche Gerätschaften für Brandschutz und technische Hilfeleistung. Somit bräuchte man kein zweites Fahrzeug - was angesichts der geringen Zahl von Einsatzkräften, die tagsüber zur Verfügung stehen, ein Vorteil wäre.

Das vorhandene Vorausrüstfahrzeug soll als Mehrzweckfahrzeug umgebaut, die Anhängeleiter in der Klosteranlage untergebracht werden, für die sie ausschließlich vorgehalten wird. Dementsprechend lautete der Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Wichtig für Ausbildung

Der Wunsch der Feuerwehr Ensdorf sei nun aber ein LF 20, informierte der Bürgermeister die Räte. Zusätzlich sollen der Vorausrüstwagen und die Anhängeleiter im Bestand erhalten bleiben. Richard Reiser begründete dies damit, dass eine Tragkraftspritze "für Ausbildungszwecke das A & O" sei. Martin Reiser plädierte dafür, dass ein Fachbüro ein Gutachten über die Einsatz- und Bedarfsplanung erstellen sollte, "da keiner genau weiß, welches Fahrzeug benötigt wird". Diesem Vorschlag schlossen sich nach einer längeren Aussprache alle Gemeinderäte an - mit Ausnahme des Bürgermeisters.

DJK: Gemeinde zahlt mit

Die DJK Ensdorf hatte einen Zuschussantrag für Arbeiten an der Schankanlage und einen Anbau für Mülltonnen ans gemeindeeigene Sportheim (Kosten 1361 Euro) gestellt. Die Verwaltung lehnte den Antrag ab, da die Ausgaben notwendig wurden, um Pachteinnahmen zu erzielen. Karl Roppert und Hans Eichenseer sahen in den Ausgaben aber Erhaltungskosten. Diese seien wichtig, um einen Pächter für eine Gaststätte zu finden.

Der Gemeinderat übernahm einstimmig den Vorschlag von Achim Hantke und gewährte 500 Euro - auch, um "die Wertschätzung für die Arbeit der DJK zum Ausdruck zu bringen", wie Bürgermeister Dollacker ergänzte.
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