Wirtschaftsjunioren trainieren Ensdorfer Mittelschüler
Damit's besser läuft mit der Bewerbung

Jeannine List (rechts) von der Anwaltskanzlei Weber & List machte einer der Jugendlichen deutlich, was an ihrer Bewerbung positiv oder verbesserungswürdig ist. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
13.01.2015
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(sön) Fester Bestandteil des Unterrichts an der Mittelschule Ensdorf ist mittlerweile das Bewerbertraining der Wirtschaftsjunioren. Was erwarten Personalchefs von den Bewerbungen? Welche Fehler lassen sich beim Vorstellungsgespräch vermeiden? Wie ist man angemessen gekleidet? All diese Fragen treten während des regulären Unterrichts auf. Niemand kann sie besser beantworten als die Wirtschaftsjunioren, für die Einstellungen Arbeitsalltag sind.

Tipps von Praktikern

In diesem Schuljahr kamen neun dieser Praktiker unentgeltlich an die Schule: Jeannine List (Anwaltskanzlei Weber & List), Marco Kleindienst (Darwin Communication), Wilfried Müller (Bucher Municipal), Georg Nübler (Trachtenhof Nübler), Gerhard Ott (Siemens), Konstantin Schatz (Hotel Brunner), Manuel Stahl (Telis Finanz), Markus Staufer (Staufer-Bau) und Wolfgang Widmann (Wolfgang Widmann Systementwicklung). Bereits im Vorfeld besuchte Markus Staufer die Neuntklässler und gab ihnen wertvolle Ratschläge. Er zeigte, worauf die Bewerber Wert legen sollten und was für die Personalleiter wichtig ist. Mögliche Gesprächsfragen wurden ebenso angesprochen wie richtiges Vorbereiten und absolute Tabus.

Die Schülern erfuhren dabei aber auch, dass es kein Patentrezept gibt und jeder Personaler andere Schwerpunkte setzt. Einig war man sich darüber, dass das Internet nichts vergisst und man deshalb nichts ins Netz stellen sollte, was man später bereuen könnte: Viele Betriebe googeln mittlerweile ihre Bewerber. Staufer nahm auch die von den Schülern formulierten Bewerbungen zur Korrektur mit. Beim eigentlichen Training teilten sich die Wirtschaftsjunioren die Schüler dann nach den angegebenen Ausbildungsberufen auf. Anhand einer Checkliste machten sie deutlich, was an der Bewerbung positiv oder verbesserungswürdig war. Auch das Vorstellungsgespräch wurde mit jedem durchgesprochen, um ihn fit zu machen für weitere Vorstellungsgespräche.

Größtes Hindernis: Angst

Die Experten waren sich einig, dass das größte Hindernis die Angst der Jugendlichen ist. In der Übung konnten die Schüler erkennen, dass sie bei guter Vorbereitung nicht nervös in ein Gespräch gehen müssen. In einer Nachbesprechung mit den Klassenleitern Josef Neiß und Helga Gradl tauschten Wirtschaft und Schule Informationen aus. Die Schüler waren überzeugt, dass das Training eine gute Übung war, die ihnen sehr geholfen und einen besseren Einblick in die richtige Führung eines Bewerbungsgesprächs gegeben hat.
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