ZEN stellt "Bundesweiten Heizspiegel 2014" vor und rät zum kritischen Vergleich
Da geht noch ganz schön was

Den aktuellen "Bundesweiten Heizspiegel" hält das ZEN bereit, auch als Download. Geschäftsführer Gerhard Kopf legt ihn allen ans Herz, die hier sparen möchten. Bild: sön
Lokales
Ensdorf
04.11.2014
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(sön) "Durchschnittlich 1000 Euro Heizkosten zahlten die Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im vergangenen Jahr in Deutschland", betont Gerhard Kopf, Geschäftsführer des Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit, ZEN. Das gehe aus dem "Bundesweiten Heizspiegel 2014", den die gemeinnützige co2online GmbH zusammen mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) herausgegeben hat, hervor.

Bei Heizöl hätten die Betroffenen am tiefsten in die Tasche greifen müssen. Im Schnitt seien hier 1085 Euro für 2013 fällig gewesen. Dieser Betrag liege knapp 20 Prozent über dem Heizen mit Erdgas (910 Euro). Der Vergleichswert bei Fernwärme liege im Bundesdurchschnitt bei 1055 Euro. "2013 ist es insgesamt etwas kühler gewesen als 2012, so dass ein geringer Anstieg des Heizenergie-Verbrauchs festzustellen war. Im Gegenzug ist der Heizölpreis um durchschnittlich sechs Prozent gesunken, die Erdgaspreise stiegen um 1,3 Prozent, die Fernwärmepreise um 2,8 Prozent," sagt Tanja Loitz, Geschäftsführerin von co2online. Das ZEN unterstützt das Heizspiegel-Projekt und bietet deshalb auch den Heizspiegel 2014 an. Die Broschüre ist am Sitz des Zentrums in Ensdorf kostenfrei erhältlich und steht zusätzlich im Internet (www.zen-ensdorf.de) als Download bereit. "Nutzen Sie dieses Angebot", rät Kopf, "und informieren Sie sich, ob ihr Heizenergie-Verbrauch und ihre Heizkosten günstig oder hoch sind".

Potenziale ausschöpfen

Der sogenannte klimabereinigte Energieverbrauch von Wohngebäuden gehe zwar seit Jahren leicht zurück, doch laut Kopf "könnte noch viel mehr Energie gespart werden, wenn neben einem bewussten Verbraucherverhalten endlich auch das Sparpotenzial energetischer Sanierungen ausgeschöpft würde". So sollten gezielt Altbauten ausreichend gedämmt und mit effizienten Heizanlagen ausgestattet werden. Auch eine Optimierung der Pumpentechnik der Heizanlage reduziere den Verbrauch. Der erste Schritt in diese Richtung sei jedoch, den eigenen Verbrauch richtig einschätzen zu können. Auch dazu trage der Heizspiegel mit seinen Vergleichswerten bei.

Das gelte insbesondere auch für Mieter und deren Heizkosten-Abrechnungen. Die darin für 2013 aufgeführten Daten würden eindeutige Hinweise darauf geben, ob die Heizkosten zu niedrig oder zu hoch seien. Bei Auffälligkeiten nach oben, sollte ein schriftliches Heizgutachten angefordert werden. Dabei helfe co2online mit einer Überprüfung der Verbrauchs- und Kostenpositionen.

Ein Gutschein dafür liegt dem Heizspiegel bei. Eine rechtliche Überprüfung von Abrechnungen, so Kopf, bieten auch die ZEN-Energieberater an. Nähere Infos: ZEN, Telefon 0 96 24/90 36 46 oder zen@zen-ensdorf.de.
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