Bei Ensdorfer Gemeinderatsfraktion übergibt Werner Scharl nach acht Jahren die Führunng an ...
Brezn-Acht und eine Hartwurst

Für seinen achtjährigen Einsatz als Fraktionsvorsitzender der SPD dankten Vorsitzender Hans Ram (rechts) Kreistags-Fraktionsvorsitzender Winfried Franz und Herbert Scharl, der neue Ensdorfer SPD-Fraktionssprecher, Werner Scharl mit einer Brezen-Acht und einer Hartwurst als Symbol für sein Durchsetzungsvermögen. An Werner Scharls Ehefrau Sieglinde (von links) überreichte Ram Blumen. Bild: sön
Politik
Ensdorf
12.07.2016
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Nach acht Jahren übergibt Werner Scharl die Führung der SPD-Fraktion an Gemeinderat Herbert Scharl. "Du hast gute Arbeit gemacht", lobte der langjährige Gemeinderat Augustin Berschneider. Werner Scharl habe durch zähes Ringen die breite Mehrheit im Gemeinderat von der Notwendigkeit einer Kinderkrippe in Ensdorf überzeugen können.

"Dein Beharrungsvermögen und deine guten Argumente haben letztendlich den Sinneswandel im Gemeinderat bewirkt", unterstrich Berschneider. Für seinen achtjährigen engagierten Einsatz dankte Vorsitzender Johann Ram Werner Scharl mit einem Präsent. "Unser 40-jähriges Jubiläum am 1. Mai war eine hervorragende Teamarbeit", betonte Ram bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins im Gasthaus Dietz.

Stolz sei er auch darauf, dass alle örtlichen Vereine mit Fahnenabordnungen vom Gedenkgottesdienst zum Festplatz gezogen seien. Nachdenklich machte Ram der Unfall bei einer Übungsfahrt der Ensdorfer Jugendfeuerwehr (AZ berichtete). Angesichts dessen, dass seit 1984 in die Gurtpflicht in Deutschland bestehe, dränge sich die Frage auf: "Sollten wir nicht gemeinsam mit den Kommandanten unserer drei Feuerwehren überlegen in welchen Fahrzeugen nicht vorhandene Sicherheitsgurte nachgerüstet werden können?" Jede Chance müsse nach seiner Meinung genutzt werden, um die Sicherheit des Feuerwehrnachwuchses und der Übungsleiter zu erhöhen.

Noch viel zu viel


Bereits ein Jahr nach Einführung der Gurtpflicht, führte Ram aus, habe sich die Zahl der Todesopfer im Verkehr bei 30 Millionen Fahrzeugen um 20 Prozent auf etwa 8000 reduziert. 2015 habe es bei mittlerweile fast 60 Millionen Fahrzeugen 3500 Verkehrstote gegeben "und auch das waren immer noch viel zu viele".

Über die Möglichkeiten des kommunalen Verkehrswegebaus sprach Neukirchens Bürgermeister und Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, Winfried Franz. Er stellte Programme der Dorferneuerung vor. Auf die Frage von Fraktionsvorsitzendem Herbert Scharl, mit welchem Fördertopf in Ensdorf der Gehweg zum Sportheim endlich Wirklichkeit werden könnte, zeigte Franz die Schritte auf, die in anderen Teilen des Landkreises gemacht wurden, um Gemeindeverbindungsstraßen zu erneuern.

Ländliches Wegenetz


Dabei verwies er besonders auf das AOVE-Konzept, das ein interkommunales ländliches Kernwegenetz erstellen lässt. Dieses Netz solle jene Strecken in einer Gemeinde beziehungsweise im Projektraum erfassen, die künftig den meist überbetrieblichen und überörtlichen land- und fortwirtschaftlichen Lastverkehr aufnähmen und zu diesem Zweck ausgebaut werden müssen.

Als Delegierter zur Bundeswahlkreiskonferenz wurde Hans Ram gewählt. Anschließend gingen die meisten Teilnehmer zum Johannisfeuer der Pfadfinder.
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