Bürgerversammlung gibt Einblick in Gemeinde-Projekte
Ensdorf hat kräftig investiert

Saniert wurde die Holzbrücke in Leidersdorf. Bilder: tra (2)
Politik
Ensdorf
07.03.2016
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Die Gemeinde Ensdorf hat im vergangenen Jahr ihre Schulden reduziert - und trotzdem kräftig investiert. Einzelheiten waren Thema bei der Bürgerversammlung.

2341 Einwohner sind mit Haupt- und Nebenwohnsitz in Ensdorf gemeldet: Darüber informierte Bürgermeister Markus Dollacker bei der Versammlung im Gasthaus Dietz. Bis zum Jahresende habe die Gemeinde ihre Schulden auf 1 706 000 Euro verringert. Laut Dollacker entspricht dies einer Pro-Kopf-Verschuldung von 764 Euro (2014 waren es noch 1006 Euro).

LED-Technik hilft sparen


Trotzdem sei auch kräftig investiert worden. In der Schule wurde laut Dollacker eine neue Innen- und Hallenbeleuchtung mit LED-Technik installiert: Dadurch spare man künftig 50 Prozent an Stromkosten ein. Weil die alten Spielgeräte teilweise nicht mehr den Vorschriften entsprachen, wurden für den Spielplatz Wolfsbach neue Modelle angeschafft. Damit befinde sich die Anlage jetzt wieder in einem sauberen und ordentlichen Zustand, betonte der Gemeindechef.

Für die Straßensanierung im Gemeindebereich wurden 35 000 Euro für Asphaltierungsarbeiten ausgegeben. In schlechtem Zustand war die Holzbrücke in Leidersdorf: Sie wurde für 46 200 Euro saniert. Teilweise erneuert werden mussten die Friedhofsmauern in Ensdorf und Wolfsbach, wofür mehr als 90 000 Euro investiert wurden.

Die Gesamtausgaben für den Unterhalt im Feuerschutz bezifferte Dollacker auf 55 400 Euro. Das Feuerwehr-Fahrzeugkonzept der Gemeinde sehe sofort bis kurzfristig ein mittleres Löschfahrzeug (MLF) für die Ensdorfer als Ersatz für das LF8, ein weiteres für die Wolfsbacher als Ersatz für das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) sowie einen Hilfsrettungssatz für die Ensdorfer vor. Mittelfristig sollen ein mittleres Löschfahrzeug (MLF-Technik) für Ensdorf als Ersatz für den Vorausrüstwagen, ein TSF für Thanheim sowie langfristig ein Mannschaftstransportwagen für Ensdorf angeschafft werden.

Der Hochwasserdamm, ein Ausgleich für die Herausnahme des Gebietes aus dem Hochwasserschutzgebiet bei Ensdorf, ist bis auf kleine Restarbeiten (Treppe, Asphaltierung) fertig. Die Kosten liegen bei 195 000 Euro.

Auf dem Gelände, das inzwischen aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen wurde, sind eine Tankstelle mit Werkstatt, ein Nahversorger mit Bäckerei und Café, die bestehende Druckerei und ein Wohn- und Gewerbebereich geplant. Eigentümer sind die Gemeinde (Zufahrtsweg/Biotop), die Firma Dollacker, die Firma Edeka und die Salesianer. Derzeit stehe man kurz vor der zweiten Abwägung und dem Satzungsbeschluss. Da die Genehmigungen dauerten, werde es aber wohl heuer nichts mehr mit der Eröffnung des Nahversorgers, meinte Dollacker.

Antrag für Gemeinderat


Ein Antrag des Heimat- und Kulturvereins befasste sich mit umgeschnittenen Heckenteilen und gefällten Bäume an einem Feldweg in der Nähe von Uschlberg und einer teilweisen Verbreiterung des Weges: "Ist dies die Vorbereitung auf den geplanten Bau des Schweinemast-Stalls?", wollte der Verein wissen - und forderte, die Biotopstrukturen zu erhalten. Dazu sollten die Gemeinde-Flächen bis zum Weiher und um diesen herum gesichert werden. Außerdem wurden Pflegemaßnahmen eingefordert. Mit Schildern könnte der Wert dieser Biotope der breiten Bevölkerung besser bekannt gemacht werden. Dollacker versprach, diesen Antrag im Gemeinderat einzubringen.
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