Schulden weiter senken

Politik
Ensdorf
20.04.2016
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Der Haushalt 2016 der Gemeinde Ensdorf steht. Im Investitionsprogramm für die nächsten Jahre sind größere Mittel für die Feuerwehr Ensdorf, die Errichtung der Kinderkrippe und den Breitband-Ausbau vorgesehen.

Der Etat der Gemeinde hat ein Volumen von 3 485 800 Euro im Verwaltungshaushalt und 1 325 500 Euro im Vermögenshaushalt. Einstimmig wurde das Zahlenwerk bei der Gemeinderatssitzung beschlossen.

Keinen Kredit aufnehmen


Kämmerer Josef Donhauser stellte die Daten des Haushaltsplanes detailliert vor. Kreditaufnahmen seien nicht vorgesehen. Die Schulden werden seinen Worten nach zum Ende des Jahres voraussichtlich auf 1 676 000 Euro zurückgefahren. Dies bedeute eine Pro-Kopf-Verschuldung von 748 Euro. Für den Haushalt stünden 2 053 500 Euro an Rücklagen zur Verfügung. Davon würden heuer 797 600 Euro benötigt, informierte der Kämmerer weiter.

Die allgemeine finanzielle Lage der Gemeinde sei derzeit gut - auch dank der hohen Gewerbesteuereinnahmen. Donhauser mahnte, den Schuldenstand weiterhin abzubauen, um dauerhaft leistungsfähig zu sein. Auch die Fraktionssprecher Hans Bösl (CSU), Herbert Scharl (SPD), Karl Roppert (FW) und Roland Müller (BDL) lobten den in der Klausurtagung eingehend vorbesprochenen Haushalt als schlüssig und zweckmäßig. Viele Projekte würden angepackt, die Schulden trotzdem weiter abgebaut. Herbert Scharl regte lediglich an, den für Spielplätze geplanten Betrag von 5000 Euro zu erhöhen, da am Spielplatz in der Wittelsbacher Straße ein beschädigtes Bauteil abgebaut werden musste.

Zuschüsse gewährt


Der Gemeinderat befasste sich außerdem mit Bauanträgen. Gegen die Vorhaben von Norbert Feigl (Neubau eines Milchviehstalles), Jutta und Wilhelm Meyer (Errichtung eines Carports für einen Wohnwagen) und Georg Kirchberger (Errichtung eines Flurdenkmals oberhalb der Mittelschule) gab es keine Einwände.

Nach einer längeren Diskussion wurde der Zuschuss-Antrag der DJK für den Kauf eines 3000 Euro teuren Spindelmähers mit 8:4 Stimmen genehmigt. 1000 Euro stellte der Gemeinderat dafür zur Verfügung. Eine Finanzspritze von 3000 Euro bekommen die Wolfsbacher Edelweiß-Schützen. Die Materialkosten für Ausbau des Dachbodens im Schützenheim (Abstellraum und Aufenthaltsraum für die Jugendlichen) belaufen sich auf 7678 Euro.

Jugendförderung: 5080 Euro für die VereineInsgesamt 5080 Euro werden laut Bürgermeister Markus Dollacker an die Vereine für die Jugendförderung ausbezahlt. 3980 Euro bekommt die DJK (199 Jugendliche), 700 Euro erhalten die Pfadfinder (35), 400 Euro gibt es für den Schützenverein (20).

Für eine Verlegung des geplanten Funkmasten der Telekom auf der Schön, wie vom Heimat- und Kulturvereins beantragt, sieht der Rathaus-Chef keine Möglichkeit mehr. Ein weiterer Antrag des Heimat- und Kulturvereins (Kennzeichnung der Gemeindeflächen und den Schutz der Biotopflächen am Uschlberg) werde im Zuge von Ausgleichsflächen für das Don-Bosco Dienstleistungszentrum umgesetzt, so Dollacker. Eine von Angela Hafenbradl angeregte Hundetoilette ausprobiert werden. An den Spielplätzen werden Schilder ("Hunde an die Leine") angebracht. Für die Friedhöfe in Ensdorf und Wolfsbach sollen Schubkarren angeschafft werden. Außerdem soll der Wasseranschluss im Friedhof Ensdorf so umgebaut werden, dass die Toilette auch im Winter benutzt werden kann. (tra)
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