50 Jahre Frauenbund Ensdorf
Was wäre die Kirche ohne Frauen?

Stellvertretende Diözesanvorsitzende Monika Schmidpeter, Geistlicher Beirat Pater Hermann Sturm (stehend, von rechts), stellvertretende Bezirksleiterin Elisabeth Spörer und Führungsausschussmitglied Maria Leikam (stehend, von links) dankten zahlreichen (Gründungs-)Mitgliedern für ihre Treue zum Frauenbund. Bilder: sön (2)
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Ensdorf
22.01.2016
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Pater Hermann Sturm und überreichte Monika Auer vom Führungsausschuss stellvertretend für alle Mitglieder ein Herz aus 50 Rosen.

"Das Netz, das du heute knüpfst, kann dich morgen auffangen": Dieser Satz war die Leitlinie bei der 50-Jahr-Feier des Katholischen Deutschen Frauenbunds Ensdorf.

"Suchen und fragen, planen, organisieren, gestalten, miteinander glauben, füreinander da sei - das haben Frauen in unserer Gemeinde seit 50 Jahren getan," betonte Monika Auer, Mitglied des Führungsausschusses, im mit Mitgliedern und Ehrengästen voll besetzten Wittelsbacher Saal.

Vor genau 50 Jahren, am 16. Januar 1966, wurde der Frauenbund Ensdorf gegründet: Dieses Jubiläum war Anlass für eine Andacht mit Geistlichem Beirat Pfarrer Hermann Sturm und eine anschließende Feier, begleitet vom Riedener Dorfgesang.

Ein Netz, das trägt


"Gedanken zum Netz" formulierte Martha Wein: "Ein Netz trägt, ein Netz fängt auf. Das Netz unserer Beziehungen ist uns Hilfe in vielen Lebenssituationen. Die Knoten und Fäden im Netz zeigen uns: Wir sind miteinander verbunden, wir teilen unser Leben." Alle Beziehungen aber liefen am Kreuz zusammen - "mit Christus in unserer Mitte. Hier erfahren wir Gemeinschaft miteinander und mit Christus." Frauen des Führungsausschusses sprachen die Fürbitten, legten in einer kleinen Dankprozession Symbole nieder und entzündeten eine Kerze.

Mit einem Sektumtrunk eröffnete der Führungsausschuss die weltliche Feier. Stellvertretende Diözesanvorsitzende Monika Schmidpeter aus Ergoldsbach nannte die Vielfalt im Frauenbund eine Herausforderung, aber auch eine Chance.

Nach Ansicht der stellvertretenden Bezirksleiterin Elisabeth Spörer aus Hohenburg zeigten die tiefgehenden Gedanken der Andacht, wie wichtig und wertvoll der Frauenbund sei.

Froh, dass Frauen anpacken


Geistlicher Bezirksbeirat Pfarrer Michael Jakob (St. Konrad Amberg/Ammersricht) betonte: "Jeder Pfarrer ist froh, wenn er Frauen in der Pfarrei hat, die anpacken und etwas bewegen." Er wünsche sich, dass das Netz, das alles zusammenhält, noch tragkräftiger werde. "Was wäre die Kirche ohne Frauen?", fragte Geistlicher Beirat Pater Hermann Sturm. Er nannte Netz und Rose ("Die Blume der Frauen") als deren Symbole und überreichte ein Herz mit 50 Rosen.

"Abschalten, sich Zeit lassen, die Welt vergessen - glücklich sein" schrieb Pfarrgemeinderatssprecherin Agnes Graf den Mitgliedern ins Stammbuch. "Viel Zeit haben wir in Funktion, aber auch in geselligen Stunden verbracht", bilanzierte Erika Fröhlich. Auf Erlebnisse bei der 40-Jahr-Feier blickte Ehrenmitglied Katharina Hafenbradl zurück.

"Den Anliegen der Frauen eine Stimme gegeben"Bei der 50-Jahr-Feier des Frauenbunds Ensdorf kamen auch Geselligkeit und Unterhaltung nicht zu kurz. So wartete der Riedener Dorfgesang mit flotten Liedern auf, sang mit Gstanzln den Frauenbund aus.

Die Ehrung von (Gründungs-)Mitgliedern, die dem Verein schon 50 Jahre treu sind, gehörten ebenfalls zur Tagesordnung. "Am heutigen Tag steht ihr im Mittelpunkt, heute gilt euch unser besonderer Dank", betonte Maria Leikam, Mitglied des Führungsausschusses. Gemeinsam mit stellvertretender Diözesanvorsitzender Monika Schmidpeter überreichte sie Urkunden, Ehrennadeln in Gold mit Stein und Präsente an die Gründungsmitglieder Theresia Blaschko, Katharina Hafenbradl, Barbara Hauer, Maria Lautenschlager, Maria Rogenhofer, Katharina Weigert, Franziska Weigl und Rita Wein (alle aus Ensdorf).

Dieselbe Anerkennung galt weiteren Jubilaren, die noch 1966 dem Frauenbund beigetreten sind: Maria Dammith, Mathilde Ferstl (beide Ensdorf), Mathilde Fink (Seulohe), Annelies Haller, Anna Lehr (beide Ensdorf), Margarete Luber (Leidersdorf) und Theres Metschl (Seulohe).

"Sie haben den Anliegen der Frauen eine Stimme gegeben", unterstrich Bürgermeister Markus Dollacker in einem kurzen Grußwort. Für ihn ist der Frauenbund wichtig für Gedankenaustausch und christliche Werte. Schmunzelnd fügte er hinzu: "Heute laufe ich nicht Gefahr, einem weiteren Verein beitreten zu müssen." Mit einem reich bebilderten Vortrag rundete Führungsausschussmitglied Karin Scharl die Feier ab. (sön)
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