Adventliche Stund' im Kloster Ensdorf
Mit Musik und besinnlichen Worten weihnachtlich gestimmt

Vermischtes
Ensdorf
17.12.2015
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Texte zum Nachdenken und besinnliche Musik sollten zum Wesentlichen des Weihnachtsfests hinführen, betonte Bruder Georg Bayerl. Und lud bei der adventlichen Stund' im Kloster Ensdorf die Zuhörer ein, aktiv mitzuwirken.

Vorweihnachtlich war die Bühne im Theatersaal des Salesianerklosters geschmückt. Zwei der vier roten Adventskerzen flackerten. Mit zum Nachdenken anregenden Texten umrahmte Martin Sollfrank diese adventliche Stund'. Sie begann mit dem "Adventsruf" der Don-Bosco-Blaskapelle, geleitet von Georg Bayerl. Beim "Wir sagen euch an den lieben Advent" waren die Zuhörer zum Mitsingen aufgefordert.

Ein Menuett brachte die Stubenmusik - Irmgard Diermeier (Zither), Inge Rogenhofer (Gitarre) sowie Bruder Georg Bayerl (Hackbrett) - zu Gehör und intonierte als Dreigesang "Tauet doch einmal hernieder". Martin Sollfrank wies mit Gedichtzeilen von Josef Maria Heinen auf den Adventskranz als Symbol der Weihnachtszeit hin: "Wir brauchen ein Licht, das die Herzen erhellt. Im eiskalten Kunstlicht gleißt heute die Welt. Wir brauchen das Warten im stillen Advent - das Werken und Wirken viel lieber Händ'." Das erste Licht leuchte der Freiheit, das zweite der Gerechtigkeit, das dritte der Menschenwürde und das vierte der Nächstenliebe.

"O kalte Nacht" stimmte ein Klarinetten-Quartett an, "Halt ein, unglücklichs Adamskind" der Dreigesang und "O Josef, liebster Josef" ein Flöten-Trio. Über das Erblühen des Kirschzweigs der Märtyrerin und Glaubenszeugin Barbara sprach Martin Sollfrank. Er stellte dem Leistungsgedanken und der hektischen Zeit vor dem Fest "das Verlockende" gegenüber, "was uns blüht, wenn Gott in unser Leben kommt". Nach der Weyarner Hirtenmusi des Klarinetten-Quartetts waren beim "Ach mein Seel, fang an zu singen" der Don-Bosco-Blaskapelle wieder die Zuhörer zum Mitsingen aufgefordert. Nach der Inzeller Weihnachtsmusik des Dreigesangs las Martin Sollfrank "Der Stern -Zeichen der Hoffnung" von Pater Anselm Grün. Er leitete damit zur Pastorella des Flöten- Trios, der Herbergssuche des Dreigesangs und der Hirtenmusik der Stubenmusik über.

"Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen", zitierte Sollfrank aus dem Matthäus-Evangelium: "So könnte tatsächlich unser adventlicher Weg aussehen." Voraussetzung aber sei, man verstehe darunter wie Jesus Natürlichkeit, Ursprünglichkeit, Demut und Gelassenheit. Der "Aufzug für Harmoniemusik" durch die Don-Bosco-Blaskapelle führte zum gemeinsamen "Tauet, Himmel, den Gerechten". Mit dem Pastorale der Blaskapelle endete ein besinnlicher Abend, dessen Spendenerlös dem Nothilfeprogramm der Salesianer Don Boscos für Kriegsopfer in Damaskus/Syrien zufließt.
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