Am Sonntag beginnt das Eggenbergfest
Die letzte Bergkirchweih im Landkreis

Die idyllisch auf dem Eggenberg bei Ensdorf gelegene Wallfahrtskirsche lädt am Sonntag zur letzten der beliebten Bergkirchweihen im Landkreis ein.
Vermischtes
Ensdorf
14.09.2016
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Die letzte der beliebten Bergkirchweihen im Landkreis wird am dritten Wochenende im September gefeiert: Das Eggenbergfest nutzen viele Pilger auch als Rahmen für Familientreffen.

(sön) So wird der Festsonntag, 18. September, sicher auch heuer viele Pilger, Wanderer und Radler auf den Eggenberg locken. Auch viele ehemalige Ensdorfer zieht es an diesem Tag zurück in ihre alte Heimat. In der anschließenden Festwoche finden täglich um 18 Uhr Gottesdienste statt.

Auf eine über 300-jährige Tradition kann der Eggenberg als Wallfahrtsort zurückblicken. Die idyllisch gelegene Vierzehn-Nothelfer-Kapelle wurde 1699 geweiht. Die Bevölkerung verehrte bereits im 17. Jahrhundert ein an einem Baum angebrachtes Marienbild. Pater Dr. Hans Zitzelsberger berichtete in seiner Chronik von Ensdorf: "Es entstanden dann ein Marterl oder ein kleines Kapellelein, also eine ganz kleine Kapelle, vielleicht in Form eines aufgemauerten Marterl, welches das Marienbild enthielt." Mit Opfergeldern vom Marterl, Spenden und eigenen Mitteln ließ ab 1698 der Eggenbergbauer Johann Forster von Baumeister Martin Funk das Gotteshaus erbauen. Als Patrone wurden auf Anraten des Hofrichters Rümerlein die Vierzehn Nothelfer verehrt. Forster stiftete für die Inneneinrichtung ein Ölbild dieser Heiligen, das noch erhalten und das Jahr über in der Kirche Hofstetten ist.

1701 wurde der Altar aufgestellt, 1703 in Amberg vom Orgelbauer Johann Conrad Vogl eine Orgel gekauft. So reichlich flossen die Wallfahrtsopfer, dass von 1710 an von diesem Geld wie damals üblich Kredite gewährt werden konnten. Als 1732 die Kirche für den Pilgerstrom zu klein geworden war, bekam sie einen Erweiterungsbau, den Mittelteil des heutigen Gotteshauses.

Erweiterung und Renovierung1793 wurde die Eggenbergkirche um den heutigen Altarraum erweitert, 1875 eine erste Restaurierung vorgenommen. 1886 ließ Pfarrer Wittmann das Mesnerhaus anbauen. Erneut renoviert wurde der Innenraum 1966/67, das Mauerwerk in den darauffolgenden Jahren saniert. Der Turm musste 1994 neu verkupfert werden. Im Jahr darauf wurden Dach und Dachstuhl sowie teilweise der Innenraum saniert. Ein neuer Außenanstrich war nötig und das Umfeld des Gotteshauses wurde zu einem einladenden Festplatz umgestaltet.

Große finanzielle Anstrengungen - es mussten fast 300 000 Mark aufgebracht werden - erforderten vor einigen Jahren die Neuinstallation der Elektroanlage und das Ersetzen der bis zu 300 Jahre alten Fenster. Auch der Innenraum wurde total renoviert. (sön)
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