Außergewöhnliche Gaumenfreuden bei sommerlich entspannter Atmosphäre im Kloster
Klimadinner sättigt mit viel Info

Der Innenhof des Ensdorfer Salesianer-Klosters verwandelte sich zum ersten Klimadinner in ein stimmungsvolles Restaurant im Grünen. Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein, Klimaschutzkoordinatorin Katharina List und Ute Meindl-Kett (stehend, vorne von rechts), die Leiterin der Umweltstation, begrüßten die Gäste. Bild: sön
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Ensdorf
06.08.2016
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Was haben die Körner in der gefüllten Paprika mit dem Klimawandel zu tun? Das war nur eine von vielen Fragen, die die Besucher beim ersten Klimadinner im Landkreis stellten. Die Antworten mundeten trotz des ernsten Themas, weil die Gäste dazu ja ihr Gericht verspeisen durften. So wurde der Hunger, auch nach Information, gut gestillt.

Klimaschutzkoordinatorin Katharina List löste das eingangs gestellte Rätsel auf: Der sogenannte Champagner-Roggen, der sich in den gefüllten Paprikas befand, kam aus dem biologischen Anbau des Bio-Hofs Walz in Schäflohe. Diese uralte Roggen-Sorte sei an die Folgen des Klimawandels - längere Trockenheit zum Beispiel - ganz besonders gut angepasst.

Motto weckt Neugier


"Regional - saisonal - sensational - exklusiv": Dieses Motto hatten die Veranstalter vom Kloster Ensdorf und Katharina List dem ersten Klimadinner gegeben und weckten damit einige Neugier. Munter wurde schon im Vorfeld diskutiert, was denn unter dem Titel und dem ganzen Abend zu verstehen sei. Diesem Interesse wurde die Veranstaltung dann im stimmungsvoll beleuchteten Innenhof des Ensdorfer Salesianer-Domizils bei Jazz-Klängen des Würzburger Jonas-Sorgenfrei-Trios voll gerecht. Den Gästen wurden neben den außergewöhnlichen Gaumenfreuden aus der Ensdorfer Klosterküche auch viele Infos serviert. Den Applaus hatten sich Küchenchefin Edeltraud Roth und ihr Team ebenso verdient wie die Klimaschutzkoordinatorin mit ihrer Moderation.

"Wir wollen vor allem einen stimmungsvollen Abend mit Ihnen erleben", hatte Ute Meindl-Kett, die Leiterin der Umweltstation im Kloster Ensdorf, zu Beginn den Besuchern erklärt. "Aber wir wollen uns auch bewusstmachen, dass unser Essen, dessen Zubereitung und Herkunft, Einfluss haben auf das Klima, die Umwelt und unsere Gesellschaft."

Nicht nur Limo überrascht


In diesem Sinne wurden während des Dinners immer wieder wissenswerte, überraschende und unterhaltsame Fakten über unsere Lebensmittel und Speisen vorgetragen. Schon der Aperitif - eine hausgemachte Giersch-Limonade - sorgte für Rätselraten unter den Gästen. "Giersch ist doch Unkraut?", wunderten sich viele. "Wie braut man Giersch-Limonade, und was ist da alles drin?", waren weitere interessierte Fragen. Etliche Geheimnisse um die Rezepte des Abends wurden nach und nach gelüftet, andere blieben bei der Küchenchefin.

Klüger als vorher


So verging der laue Sommerabend wie im Flug, und erst als es langsam kühl wurde und die Jazz-Töne allmählich verstummten, traten die Besucher gut gesättigt und auf jeden Fall klüger als vorher den Nachhauseweg an. Die begeisterten Rückmeldungen regten natürlich schon am Premierenabend erste Diskussionen über eine baldige Wiederholung des Klimadinners an.
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