Beim Baumaufstellen bricht der Gipfel ab
Große Gaudi mit kleinem Malheur

Die Ensdorfer Kirwapaare begeisterten die Zuschauer mit ihren Tänzen.
Vermischtes
Ensdorf
25.07.2016
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Bei der Jakobikirwa war diesmal sogar die Feuerwehr im Einsatz. Die große Drehleiter aus Amberg wurde benötigt: Beim Aufstellen des Kirwabaums am Samstag war der Gipfel abgebrochen. Abgesehen von diesem Malheur feierten die Ensdorfer mit allem, was zu einer Oberpfälzer Kirchweih dazugehört.

Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst mit Pfarrer Pater Hermann Sturm in der Pfarrkirche, begleitet vom Kirchenchor. Die Ensdorfer Blaskapelle unter Leitung von Hubert Haller spielte anschließend zünftig zum Frühschoppen auf. Bei vielen blieb am Kirchweihsonntag die Küche kalt. Deftigen Braten mit diversen Salaten gab's zum gemeinsamen Mittagstisch. "Wer hod die schönsten Kirwamoidln?" Die Frage war für die Ensdorfer schnell beantwortet: "Mir hom die schönsten Kirwamoidln." Und die beste Kirwamusi noch dazu. Den Beweis lieferten zehn Kirwapaare, die von D' Stoderer & Er - Sebastian Bösl, Florian Walter und Florian Feldmann - angeführt auf dem Festplatz einzogen. Die Zuschauer saßen und standen in mehreren Reihen hintereinander, suchten Schatten bei tropischen Temperaturen. Sternpolka, Siebenschritt, Krebspolka, s' Fensterl und einen Walzer hatten die jungen Leute eingeübt. Die Burschen zeigten auch noch einen Plattler. Das Publikum war begeistert. Neues Oberkirwapaar sind Lisa Kunowaky und Andreas Donhauser. Dann ging es ab ins Bierzelt. D' Stoderer & Er behielten das musikalische Kommando. Am Montagnachmittag gab's wieder den Seniorennachmittag mit Quiz im Festzelt, abends sorgten "mir 3 & du" für Stimmung. Gegen 22 Uhr wurde der Baum verlost.

Vo Thanam bis zu de WolfbeckerIn Gstanzln zogen die Kirwapaare kräftig vom Leder. So erfuhren die Zuhörer: "Da Burgermoasta hod unser LF 8 umgschmissen. Wos war na dau lous - hod a ebba as Lenkradl verrissen?" und "Baumwach hama ghaltn, a Feier hom ma gschiert. Oana hod's gmeldt, as Vilstal war alarmiert". Sie hatte auch die Wolfsbacher im Visier, sangen "As Wolfsbecker Johannifeier war scheinbar niad guad, dou worn scho um zwölfe ihre eignen Leid furt". Auch die Thanheimer bekamen ihr Fett weg, mussten hören "In Thanam dou stinkts, in Thanam is fad. Saufreche Kinder, dou is allas scho z'spat".Versöhnlich sangen sie abschließend: "Etz seid's uns niat beis, des war bloß a Spaß. Etz geht's nu mit eine und trinkt's nu a Maß." (sön)
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