Energietag an der Mittelschule Ensdorf
Ausschalten alleine reicht nicht

Bruder Robert Rainer von der Umweltstation des Klosters Ensdorf stellte beim Energietag der Mittelschule Fragen zum Thema Wasser: "Wie oft hat man wohl bei uns vor 50 Jahren in der Woche gebadet oder geduscht?" Bild: sön
Vermischtes
Ensdorf
20.02.2016
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Bewussten Umgang mit Energie vermitteln: Dieses Ziel verfolgt die Mittelschule Ensdorf. Dazu veranstaltete sie jetzt einen Aktionstag.

Die Einrichtung trägt den Titel Energieschule Amberg-Sulzbach. Bürgermeister Markus Dollacker lobte das energie- und umweltpolitische Engagement "unserer Umweltschule". Ihr Energietag sei auch ein hervorragender Beitrag zu den Ensdorfer Klimaschutzwochen unter dem Motto "Wenn viele kleine Leute viele kleine Schritte tun".

Breitgefächert war das Angebot an diesem Nachmittag - von Energieeinsparung über Wasserkraft und -verbrauch bis zu Solarthermie, Stromerzeugung durch Windkraft und Globalisierung. Praktikantin Linda Trager vom Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit/ ZEN forderte dazu auf, am Energiefahrrad Glühbirne und Energiesparlampe zum Leuchten zu bringen.

Elternbeirat und SMV sorgten für die Verpflegung, die Schülerfirma "Der grüne Daumen" verkaufte Quitten- und Apfelgelee, Quittensirup, getrocknete Apfelscheiben und Müsliriegel. Bora Bora, Pineapple oder Blauer Kapitän hatte die SMV-Cocktailbar im Angebot. In den Klassenräumen ging es energie- und umweltpolitisch zur Sache: Bruder Robert Rainer von der Umweltstation des Klosters stellte Fragen zum Thema Wasser - etwa "Wie oft hat man wohl bei uns vor 50 Jahren in der Woche gebadet oder geduscht?".

ZEN-Mitarbeiter Karl-Heinz Hofbauer machte an einem Modell durch Windkraft erzeugten Strom und Spannung sichtbar. Er stellte auch eine durch Photovoltaik betriebene autarke Beleuchtung mit kleiner Batterie als Zwischenspeicher vor. Edith Maria Hepp zeigte mit der "Weltreise einer Jeans" den Zusammenhang von Mode, Globalisierung, Energie- und Ressourcenverbrauch sowie Kinderarbeit. Der ehemalige Rektor der Schule, Dieter Riß, griff ausgehend vom Wasserkreislauf die Verwendung von Wasserkraft als regenerative Energie auf. Er stellte Aufbau und Funktion, Vor- und Nachteile eines Wasserkraftwerkes vor. Dazu stieg er auch tiefer in verschiedene Arten wie Speicher- oder Laufwasserkraftwerke ein.

Zum Thema "Solarthermie - Warmes Wasser und Heizen mit der Sonne" referierte Lorenz Hirsch. Ekkehard Brühschwein, pensionierter Lehrer, wie Dieter Riß, Lorenz Hirsch und Edith Maria Hepp einer der ZEN-ioren, brachte den Schülern den Energierucksack näher. Er erläuterte: "Jedes in einem deutschen Kraftwerk produzierte Kilowatt Strom verursacht 508 Gramm CO2." Er riet den Kindern, Elektrogeräte wie CD-Player bei Nichtgebrauch nicht nur auszuschalten: "Wenn es nicht läuft, abstecken, denn ein Kofferradio verbraucht sonst trotzdem 2,9 Watt pro Stunde, und das sind bei 8760 Stunden im Jahr etwa 24 Kilowatt und ein CO2-Verbrauch von etwa sechs Kilogramm."
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