Florianstag der Feuerwehren im Inspektionsbereichh in Wolfsbach
Tag und Nacht im Einsatz

Vor dem Kriegerdenkmal bei der St.- Magdalenen-Kirche standen die Feuerwehren zur Kranzniederlegung mit ihren Fahnenabordnungen. Bilder: sön (2)
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Ensdorf
10.05.2016
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Nach einer Pause von 16 Jahren fand die Feier des Florianstags der Feuerwehren des Inspektionsbereichs II wieder in Wolfsbach statt. 29 Wehren zogen, angeführt von der Blaskapelle Ensdorf unter Stabführung von Hubert Haller, mit ihren Fahnen vom Gerätehaus zum Kriegerdenkmal bei der St.-Magdalenen-Kirche. Mit der Feuerwehrhymne eröffnete die Blaskapelle den Festakt am Ehrenmal.

Wolfsbach. "Wir gedenken hier aller verstorbenen Feuerwehrleute," betonte Pfarrer Pater Hermann Sturm, "die sich oft unter Gefahren und Einsatz des eigenen Lebens für ihre Mitmenschen eingesetzt haben". Nach einem gemeinsamen Gebet und dem Lied vom Guten Kameraden legte Kreisbrandinspektor Hubert Blödt, unterstützt von Kommandant Günter Schindler und Feuerwehrvorsitzendem Heinrich Eichenseer, zum Gedenken an die verstorbenen Kameraden den Kranz der Feuerwehren des Inspektionsbereichs II nieder. "Aus guter Tradition heraus feiern in ganz Bayern die Feuerwehren den Tag des heiligen Florian, um unserer verstorbenen Kameraden zu gedenken," legte Blödt dar.

Seit Generationen


Seit fast 150 Jahren gebe es hier Frauen und Männer, die sich dem Grundsatz "Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr" verschrieben, ihn vorgelebt und von Generation zu Generation weitergegeben hätten. "Solange wir sie nicht vergessen, sind sie mitten unter uns", betonte Blödt.

Nach dem Kirchenzug zur Festhalle am Schützenheim zelebrierte Pfarrer Sturm dort den feierlichen Gottesdienst, den die Blaskapelle Ensdorf mit dem Altniederländischen Dankgebet eröffnete und auch musikalisch umrahmte. In seiner Predigt ging der Pater auf Leben und Wirken des heiligen Florian ein, dem Schutzpatron der Feuerwehrleute. Das Motto der Wehren, "Gott zur Ehr', dem Nächsten zur Wehr," zeuge von christlicher Grundhaltung, betonte Sturm. Die Feuerwehr sei Tag und Nacht ehrenamtlich für Menschen da, gebe ihnen Schutz und Sicherheit. Die Feuerwehrleute seien ohne Wenn und Aber zur Hilfe bereit, mitunter unter Einsatz des eigenen Lebens. Sie kümmerten sich um den Nächsten, "ob Freund oder Feind, ob Nachbar oder Fremder, ob Deutscher oder Ausländer".

Kurz hielten sich die Grußwortredner. Nachdem Vorsitzender Eichenseer die Wehren mit Fahnenabordnungen sowie die Ehrengäste begrüßt hatte, dankte Landtagsabgeordneter Dr. Harald Schwartz den Aktiven für ihren ehrenamtlichen Einsatz und betonte: "Wir sind stolz auf euch."

An 365 Tagen


Stellvertretender Landrat Franz Birkl sagte: "Die Kommunen im Landkreis stehen hinter ihren Feuerwehren, die 365 Tage im Jahr 24 Stunden zum ehrenamtlichen Dienst für den Nächsten bereit sind." Mit dem Gottesdienst und der Feier werde der Schutz des heiligen Florian erbeten, meinte Bürgermeister Markus Dollacker, "damit alle nach ihrem Einsatz wieder gut nach Hause kommen". Mit einem gemütlichen Beisammensein bei einem frischen Bier und Bratwürsteln vom Grill klang der Florianstag in Wolfsbach aus.
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