Hausbesitzer aus Ensdorf legt Polizeiauto der Polizeiinspektion Amberg lahm
Polizeiauto fährt in die Falle

Ein Reifen, der in den Dorn solcher Zimmermannsklammern fährt, hält keine Luft mehr. Der 78-jährige Ensdorfer, der sie platziert hatte, erlegte aus seiner Sicht aber wohl die falsche Beute. Bild: Polizei
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Ensdorf
28.01.2015
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Was als Denkzettel für Verkehrsrowdys gedacht war, legte ausgerechnet ein Polizeiauto lahm. Mit der Anzeige dafür kam ein 78-Jähriger glimpflich davon, denn seine Zimmermannsklammern hätten leicht noch größere Schäden anrichten können.

Der 78-jährige Hausbesitzer ärgerte sich offensichtlich schon seit längerem über Autofahrer, die beim Wenden in den Grünstreifen an seinem Anwesen fuhren. Um diesen "Verkehrsrowdys" einen Denkzettel zu verpassen, legte der Rentner drei Zimmermannsklammern in das Rasenstück. Diese Klammern haben eine Länge von etwa 25 Zentimetern und besitzen zwei Dornen mit einer Länge von knapp zehn Zentimetern. Am Dienstag nun waren diese nach Einschätzung der Polizei "durchaus gefährlichen Gegenstände" vom nächtlichen Neuschnee verdeckt, ebenso wie der besagte Rasenstreifen.

Platter Reifen im Dienstwagen

Gegen 8 Uhr war eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Amberg in Ensdorf unterwegs und fuhr ausgerechnet in die Straße, in der der Rentner wohnt. Und wie es der Zufall will, wendete der Beamte am Steuer das Polizeiauto just am Grundstück des 78-Jährigen - und geriet auf den schneebedeckten Grünstreifen. Jetzt schnappte die Falle zu: Genau wie vom Hausbesitzer beabsichtigt, bohrte sich ein Dorn in den rechten vorderen Reifen des grün-silbernen Dienstwagens der Marke BMW. Der Reifen verlor sofort seine Luft und war platt. Die Werkstatt, die sich um die Autos der Polizei kümmert, schätzt den Schaden auf mehr als 200 Euro.

Anzeige wegen Sachbeschädigung

Den Rentner erwartet nun laut Polizeisprecher Peter Krämer eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Und für den Schaden muss er natürlich auch aufkommen. Wie gefährlich die Aktion des 78-Jährigen war, verdeutlicht Krämer im letzten Satz des Polizeiberichts: "Nicht auszudenken, wenn spielende Kinder in die ausgelegten Zimmermannsklammern gefallen wären."
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