Klassen 5a/b der Realschule Auerbach beim ZEN
Schülern geht Licht auf

"Ihr nehmt ja alles vorneweg, ihr seid ja richtig gut", so lobte der etwas verblüffte Energieberater Benjamin Standecker die Schüler der Klassen 5a und 5b der Realschule Auerbach für ihr Wissen.
Vermischtes
Ensdorf
17.05.2017
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Projektleiter Stromspar-Check Karl-Heinz Hofbauer informierte über den Aufbau und die Wirkungsweise von Solarmodulen.

"Ihr wisst ja zum Klimawandel mehr als mancher Erwachsener", staunte Energieberater Benjamin Standecker. 36 Schüler der Klassen 5a und 5b der Realschule Auerbach saßen ihm im Fürstensaal gegenüber, zeigten sich zum Thema Klimawandel gut informiert.

Auerbach/Ensdorf. (sön) Mit drei Lehrkräften sind die Kinder zu einem Schullandheimaufenthalt mit Öko-Erlebnistagen im Haus der Begegnung das Klosters. "Das Klima wandelt sich, auf der Erde wird es wärmer, und das hat negative Folgen", führte Standecker in das Thema ein. Die Kinder aber zeigten sich informiert, wussten, dass es in unserer Region mehr und auch länger Schnee gab, "und heute müssen Skigebiete künstlich beschneit werden".

Mit Grafiken zeigte der Energieberater die Zunahme der Jahresdurchschnittstemperatur seit 1885 auf und betonte, "die Kurve steigt immer weiter an, so ist es in Deutschland durchschnittlich um eineinhalb Grad wärmer geworden".

Folgen des Temperaturanstiegs seien das Abschmelzen der Pole, Überschwemmungen nähmen zu "und auf der anderen Seite trocknen Böden aus". Als Standecker die Frage "Was hat der Regenwald damit zu tun?" in den Raum stellte, prasselten die Antworten der Schüler wie "Bei hohen Temperaturen wirken die Blätter wie eine Klimaanlage" auf den Energieberater herein. Vieles, wie etwa Vulkane, beeinflussten durch CO2-Anstieg das Klima, wussten die Kinder. Einiges werde aber auch durch menschliches Einwirken, durch Abholzen von Wäldern, die Produktion klimaschädlicher Gase und sogar "durch das Pupsen von Kühen, von denen eine wachsende Weltbevölkerung immer mehr benötigt", herbeigeführt.

"Ihr nehmt ja alles vorneweg, ihr seid ja richtig gut", lobte Benjamin Standecker, als es um die Frage ging was sich ändern müsse, um den Klimawandel zu bremsen. "Glotze aus, wenn der Film zu Ende ist", "Weniger Flugverkehr, weniger Autofahren", "Licht aus, wenn es nicht benötigt wird", "umweltfreundliche Brotzeitdose statt Alufolie benützen" und "Spar- oder LED-Lampen statt Glühbirnen verwenden" schoss es aus den Kindern heraus. Dazu gehöre auch, so Standecker, Raumtemperatur absenken statt Pulli ausziehen, Stoff- statt Plastikbeutel verwenden. Für all dies sehe sich das Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit, das ZEN in Ensdorf, als Informations- und Beratungsstelle.

Dann aber ging es ab zum Radfahren zur Stromerzeugung - eine Glühbirne und eine Sparlampe mussten durch eifriges Strampeln auf den Pedalen zum Leuchten gebracht werden. Gloria Reitmaier, Leiterin der Umweltstation des Klosters, fungierte als Trainerin. Projektleiter Stromspar-Check, Karl-Heinz Hofbauer, informierte über den Aufbau und die Wirkungsweise von Solarmodulen, hatte auch Modelle von Windkraftanlagen aufgebaut. Haustechniker Franz Bleicher sprach über die 2004 installierte Hackschnitzelheizung des Klosters. Im Jahr 2016 seien 2200 Kubikmeter Hackschnitzel benötigt worden, dadurch 158 000 Liter Heizöl und auch 500 Tonnen CO2 eingespart worden.

Seit 2004 seien insgesamt 1 671 000 Liter Heizöl eingespart worden, "das zum Verbrennen zu wertvoll ist", fasste Bleicher zusammen.
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