Mehrere Feuerwehren trainieren das Zusammenspiel
An echtem Brandort den Ernstfall geübt

Vor 40 Jahren hat es hier wirklich gebrannt - diesmal war das Feuer in einem Bauernhof in Hirschwald nur ein Übungsszenario. Bild: sön
Vermischtes
Ensdorf
02.11.2016
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Hirschwald. Vor genau 40 Jahren stand in Hirschwald ein Bauernhof in Flammen: Damals brannten die komplette Stallung und eine Maschinenhalle bis auf die Grundmauern nieder. Der Schaden war groß. Die betroffene Familie weiß also, worum es geht: Sie stellte heuer ihr Anwesen für die Einsatzübung der Gemeinde Ensdorf in der Brandschutzwoche zur Verfügung.

Fast wie vor 40 Jahren


Damit konnte das Katastrophenszenario von einst in ähnlicher Weise nachgestellt werden. Neben den drei Gemeinde-Feuerwehren Ensdorf, Wolfsbach und Thanheim wurden auch die Einsatzkräfte aus Rieden und Garsdorf für die Übung alarmiert. Als die ersten Aktiven eintrafen, hatten die Einwohner von Hirschwald bereits einen Unterflurhydranten betriebsbereit gemacht und angefangen, zu löschen.

Vier Jugendliche, die im Ersatzteillager über der Stallung spielten, konnten wegen der starken Rauchentwicklung das Gebäude nicht mehr verlassen: Sie mussten über Leitern von Atemschutzgeräteträgern in Sicherheit gebracht werden. Sanitäter der Riedener Wehr und Einwohner kümmerten sich um die unterkühlten Geretteten. Rasch wurden mit mehreren Strahlrohren die angrenzenden Gebäude gesichert. Ebenso mussten mehrere Betriebsstofftanks gekühlt werden. Die Übungsbeobachter - Kreisbrandinspektor Hubert Blödt sowie die Kreisbrandmeister Alexander Graf und Hubert Haller - mussten zu keinem Zeitpunkt eingreifen, da alle möglichen Gefahrenstellen erkannt und geschützt wurden.

Wassermenge begrenzt


Da die Ortschaft Hirschwald nur über eine Leitung an das Wasserversorgungsnetz angebunden ist, war, wie erwartet, die maximal mögliche Entnahme schnell erreicht. Zur Unterstützung wurde ein transportabler Löschwasserbehälter aufgestellt, der als Wasserpuffer diente. Dieser könnte bei Bedarf auch aus Tanklöschfahrzeugen oder landwirtschaftlichen Güllefässern gefüllt werden. In einem echten Notfall müsste aber wahrscheinlich zusätzliches Löschwasser aus Köfering, Ensdorf oder Rieden mit Feuerwehrfahrzeugen herangeschafft werden.

Bevor die 75 Einsatzkräfte vom "Brandleider" zu einer Brotzeit eingeladen wurden, lobte Kreisbrandinspektor Blödt die Rettungskräfte, die sich sehr schnell in ihren Aufgaben zurechtgefunden hätten. Allerdings wurde die Zufahrt zum Ort durch parkende Fahrzeuge erschwert. Diese Situation konnte aber in der Übung schnell entschärft werden.
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