Paukenschlag bei der Ensdorfer Feuerwehr
Führungs-Duo will nicht mehr

Ensdorfs FFW-Kommandant Michael Ott (rechts) und sein Stellvertreter Manuel Wondrak wollen so nicht weitermachen: "Auch, weil hintenrum viel gelästert wird", haben sie ihre Ämter niedergelegt. Bild: sön
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Ensdorf
25.01.2016
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Mit einem Paukenschlag endete die Hauptversammlung der Ensdorfer Feuerwehr: Kommandant Michael Ott, sein Stellvertreter Manuel Wondrak und Gerätewart Georg Wein erklärten überraschend ihren Rücktritt.

Nach zum Teil kritischen Anmerkungen zum Kauf des neuen Feuerwehrfahrzeugs hatte Kommandant Ott die Versammlung noch aufgefordert: "Schauen wir nun jedoch nach vorne."

Die derzeitige, von einzelnen geschürte Stimmung in der Wehr und mangelnde Teamarbeit nannte er dann als Grund dafür, dass er und sein Vize Manuel Wondrak ihre Ämter zur Verfügung stellten: "Es wird einfach hintenrum gelästert", kritisierte Ott und sprach von "Intrigen, Beschimpfungen und Beleidigungen". In den vergangenen drei Jahren habe er "gelernt, auf wen ich mich verlassen kann".

Mit dem Hinweis, nun sei "der Punkt erreicht, wo man diesen Schritt machen muss" schloss sich auch Gerätewart Georg Wein den beiden an.

Aus der Jahreshauptversammlung der FFW EnsdorfDem überraschenden Rücktritt der beiden Kommandanten und des Gerätewarts war eine ganz normale Jahreshauptversammlung vorausgegangen. "Nach zwei Todesfällen, einem Austritt und zwölf Neuaufnahmen zählt der Feuerwehrverein Ensdorf aktuell 365 Mitglieder", berichtete Vorsitzender Richard Reiser. In seinem Rückblick erinnerte er unter anderem an Veranstaltungen wie Jakobi-Kirwa, Knackwurstfest und Auskarteln des Vereinskinis.

Teilgenommen hat die Wehr am Florianstag in Haselmühl, an Feuerwehr- und Vereinsfesten, am Eggenbergfest und am Wandertag in Ensdorf. Beim Helferfest wurden Kameraden für Treue zum Verein geehrt. Die zwölf Mädchen und Buben der Kinderfeuerwehr, die Feuerwehrzwerge, haben ein aktives Jahr hinter sich. Ihr Programm reichte von Spielen und Basteln bis zum Kennenlernen von Schutzausrüstung und Fahrzeugen. Höhepunkte waren ein Besuch in der Amberger Feuerwache und ein Erste-Hilfe-Kurs mit den Helfern vor Ort aus Rieden. Zudem bekamen die Jüngsten Abzeichen des Feuerwehr-Flämmchens Stufe 1. Zum neuen FFW-Programm merkte Reiser an, bei Interesse könnte auch ein Ausflug nach Rostock organisiert werden. Von einem "relativ ruhigen Jahr, das die soliden Finanzen des Feuerwehrvereins aufbesserte", berichtete Kassier Michael Dollacker. (sön)
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