Schätzen und schützen

Pantomime Benedikt Anzeneder aus Nürnberg stellte ohne Worte die Schöpfungsgeschichte "Und es werde Licht" bildhaft dar.
Vermischtes
Ensdorf
09.05.2016
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Dem Tag der offenen Tür im Kloster folgte die zweite Klosternacht: Und die stand ganz im Mittelpunkt der Schöpfung.

Mit einer Schöpfungsvesper zum Auftakt feierten Salesianer und viele Besucher im Kloster-Innenhof das 20-jährige Bestehen der Umweltstation. "Dass es gut war", betonte Klosterdirektor Pater Christian Liebenstein im Hinblick auf die Schöpfung. Gott habe den Menschen mit seiner Kreativität, mit seiner Schaffenskraft dazu berufen, an diesem Werk mitzuwirken. Die Gruppe "creazione unisono" gestaltete die Vesper, Pater Liebenstein zeigte auf, dass sich die Salesianer Don Boscos mit der Umweltstation den Menschen, vor allem Kinder und Jugendlichen, das Staunen vor der Schönheit und der Vielfalt der Schöpfung lehren wollen.

Daraus erwachse, die Schöpfung als kostbares Geschenk schätzen zu können. "Was Menschen schätzen, das werden sie auch schützen", zeigte er sich überzeugt. Pantomime Benedikt Anzeneder aus Nürnberg stellte die Schöpfungsgeschichte "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde", bildhaft dar. In seiner Predigt bezog sich Pater Herbert Bihlmayer aus München auf die Lesung aus dem Buch Genesis. Die Bibel sei nicht als Anleitung für Biologen und Wissenschaftler zu sehen. "Wir sind in einem Riesen-Kosmos, der uns zum Staunen bringt", erklärte er. Für die Schöpfung sah er Chancen: "Denn wenn wir die Natur bestaunen und deren Schöpfer, dann braucht der Mensch vor dem Menschen keine Angst zu haben."

Breiten Raum nahm die Musik ein. So begeisterte in der "Baustelle Pfarrkirche" Veronika Miller-Wabra mit einem Harfenkonzert. Neue geistliche Lieder bot "creazione unisono" im Innenhof, wo danach das Bläserquintett "Blech!" aufspielte. Die Multiinstrumentalisten Stefan Huber, und Koma Lüderitz bereicherten die Klosternacht. Zu Bibelgesprächen mit Einblicken in die Umwelt-Enzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus lud Pater Alfred Lindner ein, weitere Themen waren "Göttliche Auswege" (Margit Reif) und "Mit Perlen den Glauben greifbar machen" (Inge Roidl und Petra Schimmelpfennig).

Zur Meditation mit pantomimisch erzählten biblischen Geschichten lud Theologe und Pantomime Benedikt Anzeneder, zu meditativ-beschwingten Kreistänzen Ute Meindl-Kett und zu Bildbetrachtung mit literarischen und biblischen Texten Bruder Robert Reiner ein. Der Klosterladen ergänzte den Flohmarkt des Freundeskreises Kloster Ensdorf im Kreuzgang. In der Klosterschänke sorgten Bruder Josef Bayerl & Co. für musikalische Unterhaltung, die Klosterküche servierte Spezialitäten aus der Heimat Don Boscos. Mit dem Nachtgebet "Vom Bleiben und Wandeln" in der grünen Kapelle endete die Klosternacht.
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