Schüler aus fünf Ländern zu Gast
ZEN ganz international

Michael Steinhilber (links), Praktikant der Umweltstation, erläuterte im Kreuzgang des Klosters die Ausstellung zur Energiewende. Bild: sön
Vermischtes
Ensdorf
11.03.2016
15
0

Wer babylonisches Sprachengewirr im Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) erwartet hatte, sah sich getäuscht: Alle der 35 Schüler aus Frankreich, Schweden, Norwegen, Spanien und der Türkei, derzeit Gäste des Amberger GMG, sprechen Englisch.

Die 13- bis 15-Jährigen befassen sich gemeinsam mit ihren Gastgebern vom Amberger Gregor-Mendel-Gymnasium (GMG) in dem von der Europäischen Union über drei Jahre geförderten Projekt F.A.C.E (Future, Ambitions and Challenges für Europe) mit dem Klimawandel, der Klimakonferenz in Paris und mit Energiesparen. Das ZEN-Team und Ute Meindl-Kett, Leiterin der Umweltstation, hatten dazu vier Stationen vorbereitet.

"Der Klimawandel, die globale Erwärmung, ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit", betonte ZEN-Praktikant Marco Held. Klimakatastrophen häuften sich, immer mehr CO2 werde produziert, fossile Brennstoffe würden vernichtet. "Langfristig gesehen werden den Klimawandel, wenn nicht alle Nationen - die ganze Welt - ihr Verhalten ändern, Tiere und Menschen nicht überleben." Deshalb heiße es, vorhandene Ressourcen nicht sinnlos zu vergeuden und auf regenerative Energien wie Solar, Biomasse, Wasser und Windkraft zu setzen.

Held ging auf Projekte des ZEN wie Nachhaltigkeits-Konferenzen, Strom- und Energiesparchecks sowie E-Mobilität ein. Am Energiefahrrad ließ Karl-Heinz Hofbauer die ausländischen Schüler kräftig strampeln, bis die Glüh- und Energiesparlampe leuchteten. "Die Sonne, eine der nutzbaren Naturenergien, schickt uns keine Rechnung", hob Lorenz Hirsch vom Solar-Förderverein hervor: "Sie schickt uns auch viel mehr Energie, als wir Menschen auf der Erde brauchen." Deshalb sollte sie viel mehr genutzt werden. An Modellen erläuterte Hirsch den Aufbau einer Solarstrom-Anlage, zeigte den Unterschied zwischen einer Photovoltaik- und einer Solarthermie-Anlage. Laura Fölsing, Katharina Müller und Michael Steinhilber, Praktikanten der Umweltstation, führten durch die Ausstellung "Energiewende" vom Landesamt für Umwelt Bayern und von der Regierung der Oberpfalz. Bei der abschließenden Besichtigung der Hackschnitzelheizung des Klosters erfuhren die Schüler von Haustechniker Franz Bleicher: "Seit 2004 in Betrieb, trug sie bis heute zur Einsparung von mehr als 1,5 Millionen Litern Heizöl bei." Geschäftsführer Gerhard Kopf ist überzeugt "dass der Besuch der Schüler dazu beiträgt, die Arbeit des ZEN europaweit bekannt zu machen".
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.