Schüler bauen zusammen mit Schreinermeister Hubert Fischer eine Sitzgruppe
„Kinder sind stolz auf ihre Arbeit“

Am Freitag wurde der Stehtisch mit Sitzbänken in der Aula der Mittelschule ausgestellt. Rektorin Helga Gradl, Fachlehrerin Anita Hirsch und Schreinermeister Hubert Fischer (hinten, von links) sind stolz auf die Arbeit von Nadine Domogalla, Sascha Huber, Maximilian Schimmelpfennig und Kevin Erler (sitzend, von links). Bild: sön
Vermischtes
Ensdorf
25.04.2016
22
0

Tisch und Bänke für die Aula planten im Zuge des Projekts "Praxis an Mittelschulen" und unter Anleitung von Fachlehrerin Anita Hirsch im Technikunterricht die Schüler der 8. Klassen mit Schreinermeister Hubert Fischer. Sascha Huger und Kevin Erler hatten bereits ein Praktikum in dessen Betrieb absolviert. Zusammen mit Nadine Domogalla und Maximilian Schimmelpfennig stellten sie in Fischers Schreinerei Tisch und Bänke her.

Sie durften dabei eigenständig arbeiten, "was sie machen konnten und durften", wurden aber natürlich von Mitarbeiten der Schreinerei unterstützt. Es sollte, so die Entscheidung der 8. Klassen, ein Stehtisch mit hohen Sitzbänken werden. Die vier Schüler arbeiteten sieben mal je zwei Stunden in der Schreinerei, investierten zum Ende viel Freizeit in das Projekt, auch einen ganzen Tag von 8 bis 16 Uhr. Sascha Huger habe dann noch die Möbel gebeizt und geölt, "so dass heute die zeitaufwendig gefertigte Sitzgruppe ihren Platz in der Aula der Mittelschule findet".

Sie betrachte im Hinblick auf die Berufsorientierung diese Arbeit der 8. Klassen als äußerst wichtig, betonte Rektorin Helga Gradl. "Die Kinder sind stolz auf ihre Arbeit, das merkt man." Sie dankte Hubert Fischer, "der viel Zeit und Mühe investierte und mit dem wir auch schon öfter zusammengearbeitet haben". Für "Praxis an den Mittelschulen", so erläuterte Gradl, stelle seit dem Jahr 2000 das Kultusministerium Mittel zur Verfügung. Mit den 760 Euro, die die Mittelschule Ensdorf erhalte, würden Personalkosten für die Finanzierung außerschulischer Fachkräfte vergütet, "die im Auftrag der Schule handwerkliche, künstlerische, musische und hauswirtschaftliche Projekte durchführen". Dies bringe durch Verbesserung der Ausstattung, intensiven Kontakt zu Betrieben sowie die Förderung der Schüleridentifikation und des sozialen Miteinanders Vorteile für die Schule.

Die Schüler lernten "praktisches Tun" im Gegensatz zu theoretischem Lernen, trainierten vernetztes, problemorientiertes Denken und fänden frühzeitig Kontakt zu Fachkräften und Ausbildern. "Eine Zielkorrektur des Berufswunsches ist so möglich durch realistische Begegnung mit der Arbeitswelt." Den Betrieben biete sich die Möglichkeit, Schüler kennenzulernen und gezielt geeignete Auszubildende zu finden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.