Sechstklässler planen und werkeln
Ackern fürs "grüne Klassenzimmer"

Die Sechstklässler ziehen das Projekt "grünes Klassenzimmer" von Anfang bis Ende durch: Erst wird recherchiert und geplant. Dann folgt die Besprechung und Ortsbesichtigung mit den Gartenbau-Experten. Und schließlich legen die Buben und Mädchen auch selbst Hand an. Sie gestalten zum Beispiel eine Mauer künstlerisch. Bilder: hfz
Vermischtes
Ensdorf
12.04.2016
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In der Mittelschule Ensdorf werden die Schüler demnächst die Schulbänke mit Plätzen im grünen Klassenzimmer tauschen. "Zeitung macht Schule" und die Bayernwerk AG machen es möglich.

Geschrieben von der 6. Klasse der Mittelschule Ensdorf

Die Mittelschule Ensdorf ist sehr aktiv: Neben der Umwelt- und Schulgarten-AG sowie der Schülergenossenschaft "Der grüne Daumen" beteiligt sich die sechste Klasse am Projekt "Zeitung macht Schule". Bei diesem Projekt werden die Jugendlichen selbst zu Journalisten. Dabei beschäftigen sie sich mit Themen wie: Wie entsteht die Tageszeitung? Welche Themen sind wichtig? Was unterscheidet den Kommentar von der Reportage? Wie kommt ein Redakteur an seine Informationen?

Die Nachwuchsreporter erarbeiten sich die Antworten auf diese Fragen und schreiben selbst Artikel, die anschließend in der Tageszeitung veröffentlicht werden. Da bietet sich die Berichterstattung über das "Schlaugärtner-Projekt", für das sich die Schüler im vergangenen Herbst bewarben, doch bestens an. Die Bayernwerk AG unterstützt die Schüler mit einem Zuschuss in Höhe von 1000 Euro bei der Gestaltung eines "grünen Klassenzimmers".

Zunächst ging es ans genaue Planen! Viele Fragen galt es zu beantworten: Wo genau auf dem Schulgelände kann die Idee verwirklicht werden? Wie soll das Ganze aussehen? Braucht es Tische oder reichen Sitzplätze? Sollen auch Obstbäume gepflanzt werden? Welche Sicherheitskriterien sind zu erfüllen? Gibt es rechtliche Probleme?

Mit Hilfe der Firma Oberpfalzgrün von Thomas Deml und Matthias Edenharter aus Ensdorf und nach ausgiebigen Recherchen im Internet entwarfen die Schüler einen genauen Plan. Die Arbeitsplätze werden aus Sitzgabionen bestehen. Das sind Metallkörbe, die mit Granitsteinen befüllt werden. Als Sitzflächen dienen heimische, wetterfeste Hölzer, die darauf befestigt werden.

Mit Barfuß-Pfad


Im Kräuter- und Blumenbeet soll es fast das ganze Jahr grünen und blühen. Ein Weidentunnel und das Insektenhotel sind weitere Attraktionen. Auf dem sogenannten Fußfühlpfad erspüren die Schüler ihre Umgebung barfuß. "Das wird unser grünes Klassenzimmer", freut sich die Klassenleiterin Sabine Stopfer-Birner, "so macht allen der Unterricht gleich viel mehr Spaß."

Rektorin Helga Gradl, die ihre Schule als "gelebte Umweltschule" sieht, begrüßt das Projekt ebenso, da es sich sehr gut in das Gesamtkonzept der Schule einfügt und eine positive Bereicherung für alle wird.

Die Besonderheit des Projektes ist, dass die Schüler aktiv mitarbeiten. Sie planen und entwerfen, entscheiden, pflanzen, befüllen die Gabionen und befestigen die Sitzoberflächen. Im Technikunterricht bauen sie das Insektenhotel und im Kunstunterricht wird noch eine Mauer, die den Hang neben dem Schulgarten abstützt, gestaltet.

Im grünen Klassenzimmer wird allen der Unterricht gleich viel mehr Spaß machen! Davon sind die Sechstklässler überzeugt.

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