Tipps für barrierefreies Wohnen
"Und wir werden immer älter"

"Was schon vor Antragstellung begonnen wurde, kann nicht mehr gefördert werden." Zitat: ZEN-Energieberater Benjamin Standecker
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Ensdorf
07.10.2016
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Zu einer Doppelveranstaltung mit der Siedlergemeinschaft konnte ZEN-Geschäftsführer Gerhard Kopf zahlreiche Interessierte begrüßen. Barrierefreies Wohnen und Einbruchsschutz waren die Vortragsthemen. Barrierefreies Bauen, betonte ZEN-Energieberater Benjamin Standecker, heiße nicht nur alters-, sondern auch behindertengerechtes Bauen.

An Rampe denken


Dies werfe bei Neubauten, aber insbesondere bei Umbauten und Renovierungen viele Fragen auf. So seien die Wohnprobleme älterer Menschen - "und wir werden immer älter" - wie Treppensteigen, Benutzen des Badezimmers aber auch das zu Bett gehen oder es verlassen neben vielem anderen zu beachten. Kann bei Umbauten also eine Ebene barrierefrei erschlossen oder ein Hauseingang mit einer Rampe versehen werden? Ist eine Erschließung mit einem Aufzug möglich? Können vorhandene Raumgrundrisse angepasst werden? Fragen, denen Standecker die Grundsätze einer altersgerechten Wohnung wie Flurbreiten, Türlichten, Handläufe beidseitig der Treppen, aber auch höheres WC und Bedienbarkeit von Armaturen gegenüberstellte.

Platz für Rollatoren


Wichtige Aspekte für Rollstuhlfahrer seien sowohl die Unterfahrbarkeit von Arbeitsflächen als auch das Vermeiden von Stolperschwellen. Wichtig sei auch der möglichst schwellenlose Zugang zur Wohneinheit. Für die Mobilität seien für Ältere oder Rollstuhlfahrer ein mindestens dreieinhalb Meter breiter Autostellplatz in der Nähe des Hauseingangs und Garagentore mit elektrischem Antrieb wichtig. Die Förderung von Bau- oder Umbaumaßnahmen durch Pflegekassen oder die KfW-Bankengruppe bereite grundsätzlich keine Probleme, so Benjamin Standecker. Er ging Schritt für Schritt auf den Ablauf, um einen Zuschuss oder Kredit zu bekommen, sowie die Konditionen ein, betonte dabei ausdrücklich: "Was schon vor Antragstellung begonnen wurde, kann nicht mehr gefördert werden." Eine rege Diskussion schloss sich an.

Was schon vor Antragstellung begonnen wurde, kann nicht mehr gefördert werden.ZEN-Energieberater Benjamin Standecker
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