Umweltstation des Klosters
Die Stärke wurzelt in der Heimat

"Macht Erntedank heute noch Sinn, wenn das meiste, was wir essen, weiter gereist ist als wir?", fragte die neue Leiterin der Umweltstation, Gloria Reithmaier. Bild: sön
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Ensdorf
05.10.2016
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(sön) Unter dem Motto "Unsere Region in der Einen Welt - miteinander, nachhaltig, krisenfest" lief am Sonntag zum 18. Mal der Tag der Regionen mit Erntedankmarkt. Organisiert hatte ihn die Umweltstation des Klosters. Besonderes Flair brachte bei der Eröffnung eine Dudelsack- und Drehleiergruppe, die zu einem Workshop im Bildungshaus war. Gloria Reithmaier, die neue Leiterin der Umweltstation, betonte, was Erntedank bedeute, sollte jeder spätestens nach dem durch Pfarrer Hermann Sturm zelebrierten Gottesdienst wissen. Doch mache das heute noch Sinn, "wenn das meiste, was wir essen, weiter gereist ist als wir selbst?". Deshalb finde der Erntedankmarkt im Zusammenhang mit dem Tag der Regionen statt. Denn neben den Umweltschutzaspekten komme der Kauf von regionalen Nahrungsmitteln und Handwerksprodukten auch der heimischen Wirtschaft zugute: "Das Geld fließt in heimische Töpfe, nicht in die Taschen von Großkonzernen."

Der Tag der Regionen in Ensdorf, hob Bezirkstagspräsident Franz Löffler als Schirmherr hervor, benenne die Bedeutung und die Stärke der Regionen in einer globalisierten Welt. Selbstbewusst könne man feststellen: "Ohne die Stärken, die in den Regionen wurzeln, wären Städte und Ballungszentren nicht lebensfähig." Es sei ihm ein Anliegen, die mehr ländlich geprägte Oberpfalz weiter voranzubringen, "denn mir sind die Menschen wichtig, die in ihrer Heimat bleiben und da gut leben wollen". Bruder Georg Bayerl umrahmte die Eröffnung auf seinem Akkordeon. Stefan Huber und Koma Lüderitz lösten ihn mit Ukelele, Saxofon und Schlagzeug ab. Die Aussteller trotzten dem Nieselregen, der sich am Nachmittag verstärkte, im Klosterhof und im Kreuzgang.
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