Aber jetzt ist für Revierleiter Fritz Bieber Schluss in Wolfsbach – Abschied mit dem 64. ...
Vom Waldarbeiter zum Forstamtsrat

Wirtschaft
Ensdorf
30.09.2016
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Wolfsbach. "Irgendwann hat alles ein Ende, mit etwas Fleiß und Glück eben auch eher!" Mit diesen Worten verabschiedete der Burglengenfelder Forstbetriebsleiter Thomas Verron in einer Feierstunde Revierleiter Fritz Bieber. Dass dies ein Jahr früher als geplant passiert, liegt an Biebers langem Berufsweg: Nach 48 Dienstjahren kann dieser in aller Gelassenheit auf seinen bewilligten Antrag hin bereits mit seinem 64. Geburtstag in den Ruhestand treten. Nachfolger wird Jürgen Färber, der innerhalb des Forstbetriebs vom Revier Kastl-Ensdorf in ein heimatnäheres wechselt.

Bereits nach zehn Jahren


Bieber, ursprünglich aus Floß, bestand nach der mittleren Reife die Prüfung für den mittleren Forstverwaltungsdienst mit Bravour und begann als Praktikant ab Oktober 1968 im Ausbildungsrevier Illschwang eine zweijährige Lehrzeit in der Waldarbeit, mit anschließender einjähriger Anwärterzeit in Revier und Bürokanzlei. Daran knüpfte sich die Forstwartausbildung in Lohr an, die er 1972 abschloss.

Bereits nach zehn Jahren wurde er als einer der Prüfungsbesten zum Aufstieg zugelassen. Dem Praktiker gelang in seinem Jahrgang für den gehobenen technischen Forstdienst zusammen mit den ersten Fachhochschulabsolventen im Oktober 1984 ein herausragendes Prüfungsresultat. Auf dieser Basis schaffte er es letztlich vom ausgebildeten Waldarbeiter bis zum herausgehobenen Revierförstertitel "Forstamtsrat" und lernte die praktische Revierleiterarbeit von der Pieke auf über alle Tätigkeitsstufen kennen. Weitere Stationen waren kurze Abstecher in die damaligen Forstämter Partenstein und Landshut, dann eine längere Zeit als Beamter zur besonderen Verwendung am Forstamt Amberg. Im Februar 1985 bekam er in Burglengenfeld seine erste Revierleitung übertragen: Ab Juni 1986 wechselte er in sein heutiges, damals noch etwas kleinere Revier Ensdorf I.

Bieber hatte das Glück, sein überwiegendes Försterleben in einer geliebten Dienststelle zu verbringen. Gut 30 Jahre leitete er das Staatswaldrevier Wolfsbach im nördlichen Hirschwald, zunächst im ehemaligen Forstamt Amberg, ab 2005 im Unternehmen Bayerische Staatsforsten. Heute finden sich starke Spuren seines Arbeitslebens in den Wäldern des Reviers wieder. Engagiert in Waldbau und auf allen forstpraktischen Feldern gestaltete er den Naturparkraum am östlichen Jurarrand mit. Dabei hatte es ihm besonders der Waldumbau mit flächig fehlenden Baumarten wie der Tanne, Buche, Eiche und Edellaubhölzern in natürlicher Verjüngung angetan.

In Sonderfunktion


Sein Grundanliegen war deshalb stets ein regulierter Wildstand. Dazu gesellte sich eine steigende Leidenschaft für die EDV-technische Umsetzung seines Handelns. Als deshalb in Sonderfunktion installierter EDV-Beauftragter und Berater für die Förstergilde begleitete er viele Kollegen durch alle Neuerungen mit.

Verron dankte Bieber für seinen vorbildlichen Einsatz, das enorme Arbeitspensum, vor allem aber für die Hilfsbereitschaft. Seit Unternehmensgründung seien die Anforderungen an die Revierführung stetig gestiegen. Für Bieber gab es zum Abschied eine von den betrieblichen Lehrlingen handgefertigte Eichenholzbank. Alle aus dem Forstbetrieb Burglengenfeld wünschten bei der Überreichung der Ruhestandsurkunde noch viele glückliche und gesunde Jahre. Den Freiraum solle er mit der überreichten, gut gefüllten Reisekasse nutzen. Von seinem Team angedacht ist eine Tour durch das "forstliche Mekka" der Masuren in Nordostpolen.

Ab 1. Oktober


Nachfolger Jürgen Färber wird den Dienstsitz und die Sprechzeiten des Reviers Wolfsbach übernehmen. Er ist ab 1. Oktober Ansprechpartner für alle Belange des Reviers Wolfsbach. Verron wünscht auch ihm viel Glück und Erfolg auf seiner fünften forstlichen Station. Vor der Forstreform leitete er nach dreijähriger Vertretung im Ex-Forstamt Treuchtlingen vier Jahre lang das Staatswaldrevier Sulzbach im damaligen Forstamt Sulzbach-Rosenberg.

Danach wirkte er als Spezialist für Bewertungen von Waldan- und -verkäufen in der Unternehmenszentrale in Regensburg, bevor er vor gut vier Jahren die Leitung des Reviers Kastl-Ensdorf übernahm. Dort tritt mit Alexander Krause aus dem Raum Neumarkt ein junger Nachwuchsmann sein Erbe an.
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