Schiffstaufe in Erbendorf
Nach Samoa nun nach Erbendorf

Großer Bahnhof bei der Schiffstaufe: Viele Schaulustige waren ans Aribo-Hotel gekommen, um die Taufe und dann das Hotel selbst zu sehen.
Freizeit
Erbendorf
12.07.2016
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Bürgermeister Hans Donko (von links) mit stellvertretendem Landrat Dr. Alfred Scheidler und Hotel-Betreiber Martin Weiß.

"Ich taufe dich auf den Namen Aribo." ZDF-Traumschiffkapitän Siegfried Rauch beherrschte am Sonntag seinen Text. Dem Stargast stand am Aribo-Hotel Paralympicsieger Gerd Schönfelder zur Seite. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit zur Besichtigung des Hotels.

(njn) Die Entertainer Hubert Treml und Franz Schuier eröffneten das Fest am Bug des schiffsförmigen Hotels. "Eine Schiffstaufe in der nördlichen Oberpfalz werden Sie in den nächsten Jahren wohl nicht mehr erleben", sagte Hotel-Geschäftsführer Martin Weiß.

Er dachte an die Zeit, als er sich entschloss, das Hotel zu betreiben. Der Umbau sie bereits gelaufen. "Vor allem die großen runden Fenster erinnerten mich an große Bullaugen." So reifte die Idee, das Hotel als Kreuzfahrtschiff an der Fichtelnaab zu konzipieren. "Ein großer Dank für die Umsetzung gilt Bürgermeister Hans Donko und dem Stadtrat." Klar sei auch gewesen, das Projekt als Integrationshotel zu planen. Gut ein Viertel der Beschäftigten sind Menschen mit Behinderungen.

"Es ist ein tolles Werk entstanden mit maßgeblicher Beteiligung von Martin Weiß und Ehefrau Anne Petrick", stellte Bürgermeister Hans Donko fest. Das Hotel sei "weit und breit einzigartig". Er hob hervor, dass es der einstimmige Beschluss des Stadtrates war, die Brache zu kaufen, die Gebäude bis auf die Bermas-Produktionshalle abzubrechen und diese zum Hotel umzubauen. Besonders freue ihn, dass die Betreiber eine Person aus der Erbendorfer Geschichte, Pfalzgraf Aribo II., zum Namensgeber gemacht haben. Den Unternehmen und Planern sprach er seinen Dank für die gelungene Arbeit aus.

Die Grüße des Landkreises überbrachte stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler. Er sei aus zwei Gründen gerne nach Erbendorf gekommen: Zum einen wegen der ungewöhnlichen Schiffstaufe und wegen der beiden "herausragenden Ehrengäste", erklärte Scheidler. "Unser Gerd Schönfelder ist trotz seiner herausragenden sportlichen Leistungen auf dem Boden geblieben." Den Schauspieler Siegfried Rauch bezeichnete Scheidler als "Held meiner Jugend, Old Shatterhand." Scheidler hob hervor, dass das Hotel ein Inklusionsprojekt sei. "Menschen mit Behinderung wird die Möglichkeit gegeben, am Arbeitsleben teilzunehmen." Der Betreibergesellschaft wünsche er "ruhiges Fahrwasser" und viel Erfolg.

"Ich war sieben Mal in Australien, sechs Mal in Neuseeland und in Samoa, aber in Erbendorf war ich noch nie." Mit diesen Worten betrat Siegfried Rauch die Bühne. Er und Schönfelder berichteten aus ihrem Leben. Die Bar im Restaurant Pier 28 trägt den Namen Gerd-Schönfelder-Bar. Nach der Segnung durch die Pfarrer Martin Besold und Christoph Zeh tauften die Paten das Hotelschiff. Im Anschluss zapfte Rauch das erste Fass Bier an.

Bei Sommerwetter konnten die vielen Besucher beim "Tag der offenen Tür" das Hotel aus nächster Nähe kennenlernen. Für Musik sorgte am Nachmittag die Reuther Blasmusik. Mit Attraktionen für Kinder war ebenfalls für viel Abwechslung gesorgt. Die gesamte "Crew" legte viel Wert auf eine gute Bedienung, egal ob im Biergarten oder im Festzelt.
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