Blutreliquie von Johannes Paul II. in Erbendorf
Gestalt geben

Beim Abendgebet in der Erbendorfer Pfarrkirche stand die Blutreliquie von Papst Johannes Paul II. und ein Bild von ihm vor dem Volksaltar. Bild: njn
Kultur
Erbendorf
09.03.2016
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"Es ist eine Ehre, eine Blutreliquie des heiligen Papstes Johannes Paul II. in der Pfarrei zu beherbergen", betonte Pfarrer Martin Besold in der katholischen Pfarrkirche Mariä-Himmelfahrt. Bis heute befindet sich das besondere Gefäß noch in Erbendorf. Dann geht die außergewöhnliche Reise im Dekanat Tirschenreuth weiter.

Auf einer Bahre wurde die Reliquie vor den Volksaltar getragen. "Diese Art von Verehrung ist auf den ersten Blick eine etwas skurrile Form des katholischen Glaubens", stellte Pfarrer Besold fest. Seiner Meinung nach habe sie aber doch einen Sinn. "Glaube fällt nicht vom Himmel, auch wenn Gott ihn schenkt. Es braucht Menschen, die in besonderer Weise dem Glauben Gestalt geben. Und wenn der Heilige als Mensch Gott nahe war, dann werden wir wohl Gott auch näher sein, wenn selbst nur ein Überbleibsel dieses Menschen unter uns ist."

In seiner Ansprache erinnerte sich Pfarrer Besold zurück an die "unglaublich intensiven Tage" im April 2005. Alleine zur Totenmesse von Papst Johannes Paul II. pilgerten mehr als 3,5 Millionen Menschen nach Rom. "Er galt zu Lebzeiten als Papst der Superlative", merkte Besold an. "Der Papst mit dem drittlängsten Pontifikat der Kirchengeschichte wurde heilig gesprochen, nicht weil er Papst, sondern ein überzeugender Christ und Mensch war." Der Geistliche dankte Alois Speer aus, der für diesen Tag extra eine Tragbahre geschreinert hatte.
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