Echt "uhrig"
Kurioses Exponat im Erbendorfer Heimatmuseum

Museumsleiter Manfred Klöble mit der "Säge-Uhr", die sich seit Neuestem unter den Wand- und Tischuhren der Sonderausstellung im Heimat- und Bergbaumuseum Erbendorf befindet. Bild: njn
Kultur
Erbendorf
01.06.2016
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Die Sonderausstellung "Uhren" im Heimat- und Bergbaumuseum ist um ein Exponat reicher. Es klingt kurios, aber es handelt sich dabei um eine sogenannte Säge-Uhr aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Museumsleiter Manfred Klöble freute sich über das seltene Stück, das während der Öffnungszeiten des Hauses begutachtet werden kann.

Seit Februar läuft die Sonderausstellung Uhren, in der vor allem Tisch- und Wanduhren aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert ausgestellt werden. Die knapp 50 Exponate stammen aus der Sammlung des Erbendorfers Klaus Schmidt, der seit 25 Jahren diese Raritäten leidenschaftlich sammelt.

Museumsleiter Manfred Klöble freute sich jetzt, als Schmidt eine kurios anmutende Uhr ins Museum brachte. Dabei handelt es sich um eine "Säge-Uhr" aus der Zeit um 1750. "Die Säge-Uhr oder auch Zahnstangen.Uhr ist im Prinzip eine mechanische Schwerkraft-Uhr, bei der der Uhr-Körper von seinem eigenen Gewicht angetrieben wird, indem er an einer Zahnstange abwärts gleitet", so Klöble.

Anstelle des Federhauses oder Gewichts befinde sich in der "Säge-Uhr" ein Zahnrad, das direkt in die Zahnstange greift. Beim Herabsinken des Uhr-Körpers dreht sich dieses und treibt die Uhr an. "Aufgezogen wird die Uhr, indem sie einfach auf der Zahnstange nach oben geschoben wird." Angefertigt wurden nach den Worten des Museumsleiters diese Uhren hauptsächlich im 17. und 18. Jahrhundert. Ein absolut interessantes Objekt also für jeden Fan der Zeitmessung

Geöffnet ist das Heimat- und Bergbaumuseum in Erbendorf jeden Mittwoch von 14 bis 16 Uhr sowie am Sonntag, 12. Juni, zur gleichen Zeit.
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