Frohe Botschafter

Über ihre Missionsarbeit in Afrika berichtete im evangelischen Gemeindehaus das Ehepaar Heidi und Christoph Rauch. Bild: njn
Kultur
Erbendorf
03.08.2016
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Seit gut acht Jahren sind sie als Missionare in Afrika: Heidi und Christoph Rauch. Jetzt kamen sie zu Besuch in ihre alte Heimat. Im evangelischen Gemeindehaus sprachen sie über ihre Aufgabe im Nordosten von Uganda, wo beide eine neue Missionsstation aufbauen.

Knapp 30 Jahre wohnten Heidi und Christoph Rauch in Grötschenreuth. Sie ging ihrem Beruf als Religionslehrerin nach und er war Mitarbeiter der Telekom. Nachdem die vier Kinder erwachsen und aus dem Haus waren, packte das Ehepaar einen neuen Lebensabschnitt an. In der Missionsgemeinschaft Diguna, ausgeschrieben "Die gute Nachricht", konnten sie ihren Traum verwirklichen, Missionare zu werden.

Von Westen nach Osten


Waren sie zuerst im Nordwesten von Uganda in einer Missionsstation tätig, haben sie seit gut einem Jahr eine neue Aufgabe. In Zusammenarbeit mit der nordamerikanischen Afrika-Missionsgesellschaft "Training in Ministry Outreach", kurz TIMO, genannt, ist das Ehepaar Rauch in den Nordosten Ugandas umgezogen. "Wir wollen einem unerreichten Stamm die Frohe Botschaft bringen", betonte Heidi Rauch. Bei dem Stamm an der ugandisch-kenianischen Grenzregion, die sehr bergig auf gut 1800 Meter über Normal Null liegt, handelt es sich um die Ik. "Es ist unsere große Aufgabe nun, mit den Iks in Verbindung zu treten, ihre Bräuche und ihr Leben kennenzulernen", so Christoph Rauch. Wie er ausführte, gehören zu diesem Stamm gut 6000 Menschen mit einer eigenen Sprache. "Unsere Arbeit in den vergangenen Monaten bestand darin, neben einer Siedlung für dieses Naturvolk ein Haus für uns und ein Gästehaus zu errichten", erzählte Heidi Rauch. Demnächst seien noch weitere Gebäude geplant, um Unterbringungsmöglichkeiten für das zukünftige Team zu schaffen. "Hilfe für die Bautätigkeit bekamen wir von den Iks sowie von einem Mitarbeiter aus Südafrika", merkte sie an. "Das war für uns ein Segen."

Kontakt kein Problem


Wie sie weiter ausführte, ist die erste Kontaktaufnahme mit den Iks kein Problem gewesen. Jetzt gelte es, ihre Sprache zu erlernen. "Nahrungsmittel wie Eier oder Auberginen kaufen wir im Dorf ein." Ein Problem sei laut Christoph Rauch der Kontakt nach außen. "Zum Aufbau einer Internetverbindung müssen wir mit dem Auto gut sechs Kilometer an eine geeignete Stelle für den Empfang fahren." Für Notfälle seien sie aber auch mit einem Satellitentelefon ausgerüstet.

Aufgabe für die nächsten zwei Jahre wird im Siedlungsgebiet der Iks sein, als Teamleiter ein Team aufzubauen. Darunter werden sich auch ein Arzt und eine Krankenschwester befinden. "Gemeinsam werden wir die Frohe Botschaft zu den Menschen bringen", so Heidi Rauch. "Dafür sind wir nicht nur auf Spenden angewiesen, sondern auch auf das Gebet." Untermalt wurde der Vortrag mit zahlreichen Bildern.
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