Schrägschrauben erklären ihre Sicht aufs „starke Geschlecht“ und aufs Fernsehprogramm
Männer erst mit 70 in Rente

Beim Frauenkabarett von Regina Diegel und Monika Helmstreit (von links) lachten auch einige Männer, die auf die Fußball-EM verzichteten. Bild: zaf
Kultur
Erbendorf
15.06.2016
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Premenreuth. "Schuld sind immer die anderen." Da sind sich Monika Helmstreit und Regina Diegel, alias "Die Schrägschrauben", einig. Zum 20. Jubiläum des Kinderhauses St. Josef gastierte das Kabarett-Duo in der Mehrzweckhalle. Trotz deutlich erhöhter Frauenquote wagten sich auch einige Vertreter des männlichen Geschlechts zu der Veranstaltung, die unter dem Motto "Ein Mann muss schön sein, klug sind wir selber" stand.

Aber nicht nur die Männer nahmen die Schrägschrauben auf die Schippe. Es ging um Enkelkinder, Smartphones und das in ihren Augen recht fragwürdige Programm von Sendern wie RTL. "Ich hab mich bei Shopping Queen beworben", erzählt Regina Diegel. Aber nicht etwa, um das vorgegebene Motto möglichst gut umzusetzen oder gar zu gewinnen. Nein, sie wolle sich einfach mal wieder was Schönes kaufen und 500 Euro auf den Kopf hauen.

Als Tante Elfriede trauerte Monika Helmstreit um ihren Mann, der wohl die falschen Pilze gegessen hatte. Musikalisch lockerte das Duo den Abend immer wieder mit bekannten, umgetexteten oder selbst komponierten Liedern auf. Bernhard Helmstreit und Christian Denz unterstützten sie dabei am Bass und an der Gitarre.

Ehemänner, die den ganzen Tag nichts tun, außer auf dem Sofa zu sitzen: das Hauptthema bei den Schrägschrauben. "Rente mit 70, aber nur für Männer" halten sie schon für angebracht. Ein neuer Mann sei allerdings auch keine Option: "Bis ich den so weit erzogen habe..." Und die jungen Männer heutzutage seien auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren. "Dann bleiben nur die Männer übrig, die froh sind, wenn du während der EM zu den Schrägschrauben gehst, dann haben sie ihre Ruhe", stellt Regina Diegel fest. Beim abschließenden Medley wurden dann Rollen getauscht. Im Gegensatz zu manchen Fernsehshows standen diesmal die Damen singend auf der Bühne und zwei eher unfreiwillige "freiwillige Männer", die Kindergartenleiterin Karin Krenkel bestimmt hatte, tanzten dazu.

Fazit des für Frauen und Männer gleichermaßen unterhaltsamen Abends: Ein Mann muss tun, was ein Mann eben tun muss.
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