743 Unterschriften für Spielplatz

Lokales
Erbendorf
31.08.2015
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Eine Abordnung von "Lauserbühlern" überreichte dritter Bürgermeisterin Sonja Heindl eine Liste mit 743 Unterschriften für den Erhalt des Kinderspielplatzes an der Windischkapellenstraße. "Wir wünschen uns, dass der Stadtrat den Beschluss zur Umwandlung der öffentlichen Grünfläche in ein Wohngebiet zurücknimmt", sagte Sprecher Bernhard Götzl.

Im Juli dieses Jahres beschloss der Stadtrat die Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt. Dieser Beschluss sieht vor, die bisherige Grünfläche mit Kinderspielplatz in ein "allgemeines Wohngebiet" umzuwandeln. Gegen diese geplante Maßnahme machten die Bürger des Lauserbühls mobil und legten vor gut drei Wochen in zahlreichen Geschäften Unterschriftslisten aus.

"Wird gut angenommen"

"Uns freut es, dass 743 Bürger unser Anliegen unterstützen", sagte Götzl bei der Übergabe der Unterschriftlisten im Rathaus an dritte Bürgermeisterin Sonja Heindl. Sie sicherte zu, dass sich der Stadtrat mit diesem Thema in der nächsten Sitzung befassen werde. "Dass es sich hierbei nicht um den schönsten Spielplatz der Stadt Erbendorf handelt, ist jedem bekannt", so Götzl. Es wurde aber auch in den letzten Jahren nichts mehr investiert. "Trotz dieses Zustandes wird der Spielplatz von den Kindern gut angenommen." "Der von der Stadt Erbendorf erwähnte Ersatzplatz am Kur- und Fahrradweg entspricht in keiner Weise den Anforderungen eines Spielplatzes", führte der Sprecher aus. So fehlde eine Grünfläche zum Toben. "Ein Kinderspielplatz ist aber notwendig, denn Kinder müssen spielen, nur so entdecken sie die Welt." Der Hauptberuf eines jeden Kindes sei spielen. "Und das ist gut so, denn so entwickeln sie kognitive und motorische Fähigkeiten und unverzichtbare Kompetenzen sowohl in emotionalen, als auch in sozialen Bereichen des Lebens." Für Kinder gebe es nichts Schöneres, als draußen auf dem Spielplatz zu spielen und zu toben. "Auf einem öffentlichen Spielplatz sammeln Kinder neue Erfahrungen, verbessern ihre Motorik." Durch die Verbindung zur Natur werde der Spielplatz zu einem Lebens- und Erlebnisraum.

Wünsche dokumentiert

Wie Götzl weiter ausführte, bestehe nach Meinung der Bürger eine gesetzliche Pflicht, Spielplätze zu erhalten und ebenso zu unterhalten. "Ansonsten müsste die Stadt geeignete Ersatzflächen zur Verfügung stellen." Mit der Unterschriftensammlung seien jetzt die Wünsche der Bürger dokumentiert worden. "Damit kann sich jeder Einzelne, informieren, was dem Bürger am Herzen liegt."

Götzl zitierte eine Äußerung von zweitem Bürgermeister Johannes Reger zu einem anderen Thema: "Ich habe Verständnis für die Ängste der Leute. Die Anlieger müssen ernst genommen werden." Die Abordnung der Lauserbühler versicherte bei der Listenübergabe der dritten Bürgermeisterin, dass es sich bei dieser Aktion um keinen persönlichen Angriff auf den Stadtrat handele. Vielmehr liege es im Interesse aller, die Angelegenheit nochmals sachlich zu überdenken und bei der nächsten Abstimmung das Wohl der Kinder in den Vordergrund zu stellen.
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