Alles unter Dach und Fach

Lokales
Erbendorf
14.10.2014
2
0

Sieben Jahre l war das Dachgeschoss mehr oder weniger eine Baustelle. Jetzt sei das Heimat- und Bergbaumuseum endgültig fertiggestellt, freute sich Bürgermeister Hans Donko bei der Segnung des Gebäudes. Dabei reicht die Geschichte der Einrichtung viel weiter zurück.

Mit Klängen des Zitherclubs eröffnete Museumsleiter Manfred Klöble die Feierstunde im Heimat- und Bergbaumuseum. "Viel Arbeit steckt im Dachgeschossausbau, der im Herbst 2007 mit dem Bau der Erker begann", stellte er fest. Das Ergebnis könne sich sehen lassen. Dank sprach der Museumsleiter den beteiligten Firmen, dem städtischen Bauhof sowie den Museumsmitarbeitern aus. Namentlich nannte er "Hausschreinerin" Steffi Braun.

Möbel aus Arztpraxis

Mit der Fertigstellung des Dachgeschosses gehe ein langgehegter Wunsch des Heimatpflegevereins in Erfüllung, betonte Klöble. Die neuen Ausstellungsflächen werden der Porzellanindustrie, dem Ärztewesen, dem Friseurhandwerk sowie der Schule gewidmet, so der Vorsitzende des Heimatpflegevereins. Unter anderem handelt es sich um Originalmöbel aus dem Friseursalon Bauer und der ehemaligen Arztpraxis Dr. Tiefenböck, die als Schenkung und Leihgaben dem Museum zur Verfügung gestellt wurden.

Der Museumsleiter sprach vor allem der Stadt Dank für die Unterstützung aus. "Sie haben für uns immer ein offenes Ohr und einen offenen Geldbeutel." Heute sei das Museum auch dank der Mitglieder und Mitarbeiter sowie seines verstorbenen Vorgängers Joe Heinl weit über die Stadt hinaus bekannt und beliebt.

"Die Nutzung dieses Gebäudes als Schule, Schwesternhaus und heute als Museum birgt Weisheit in sich", stellte Pfarrer Martin Besold fest. "Denn der Blick auf unsere Vergangenheit birgt Weisheit." Doch sei Weisheit nicht mit Wissen gleichzusetzen. Weisheit sei auch, auf die Heimat einzugehen, und dazu möge das Museum ein Beitrag sein. Mit dem evangelischen Pfarrer Hartmut Klausfelder aus Neustadt am Kulm nahm Besold die Segnung vor.

Bürgermeister Hans Donko freute sich, dass er die Entwicklung des Museums bereits 19 Jahre lang begleiten darf. Es sei wichtig gewesen, Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. "Doch diese alleine machen noch kein Museum." Vielmehr seien die Mitarbeiter und Mitglieder Garant für eine erfolgreiche Museumsarbeit. In den vergangenen Jahren habe die Stadt rund 100 000 Euro in den Umbau gesteckt. "Es ist heute mehr daraus entstanden." Hier werde die Stadtgeschichte veranschaulicht und es seien bleibende Werte geschaffen worden.

Ein Alleinstellungsmerkmal

Laut Kreisheimatpfleger Robert Schön haben Stadt und Museum viel geleistet. "Im Landkreis haben sie vor allem mit dem Bergbau ein Alleinstellungsmerkmal." Zum Abschluss des Festakts überreichte der Geschäftsstellenleiter der örtlichen Volksbank, Christian Weigert, an Museumsleiter Manfred Klöble ein Spendenkuvert.

Gemeinsam wurde die neue Ausstellungsfläche im Dachgeschoss eröffnet und besichtigt. Mit dabei war unter anderem Dr. Gerhard Tiefenböck, der Enkel jenes Arztes, dessen Arztpraxis nun im Museum eine neue Bleibe gefunden hat.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.