"Also lasst uns singen"

Lokales
Erbendorf
30.12.2014
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Weihnachten näher zu den Menschen bringen - das kann die Musik. Dieser Ansicht ist Pfarrer Martin Besold. Nicht weniger als 70 Mitwirkende taten dies beim Weihnachtskonzert in der Kirche Mariä Himmelfahrt. Sogar ein Jodler erklang im Gotteshaus.

"Erklären können wir's nicht, schweigen dürfen wir nicht, also lasst uns singen." Mit diesen Worten hieß Pfarrer Martin Besold die vielen Besucher beim Weihnachtskonzert der Kirchenmusik in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt willkommen. Fast 70 Sänger und Musiker trugen einen qualitativ hochwertigen Querschnitt geistlicher und weltlicher Weihnachtsliteratur vor.

Das Ensemble Vocalista ad Hoc eröffnete inmitten der Besucher das Konzert mit dem alpenländischen Andachtsjodler. "Das Geheimnis von Weihnachten kann man nicht in Texten ausdrücken, da jodelt man lieber", stellte Pfarrer Besold fest. Er bezeichnete in seiner Begrüßung das Konzert als Möglichkeit, durch die Musik Weihnachten näher zu den Menschen zu bringen. "Ich wünsche allen Zuhörern jetzt ein tiefes Verstehen der weihnachtlichen Botschaft durch die Klänge der Musik."

Ein gut zweistündiges abwechslungsreiches und kurzweiliges Programm bot der Kirchenchor, der Kinderchor Cantemus Kids, das Ensemble Vocalista ad Hoc sowie Tenor Holger Popp und Sopranistin Stefanie Rüger. In den Händen beider lag auch die Gesamtleitung des Konzerts. Die Nachwuchssänger beim Kinderchor brachten mit Orgelbegleitung von Holger Popp weihnachtliche Weisen, wie "Der Weihnachtsstern" und "Freude, Freude" zu Gehör.

Auch schwierige Stücke

Beim Weihnachtskonzert verschrieben sich die Sänger des Ensembles Vocalista ad Hoc den Sätzen von Graham Buckland mit volkstümlichen Weihnachtsliedern wie "Ihr Hirten erwacht" oder auch "Der Christbaum ist der schönste Baum." Das Weihnachtslied schlechthin, Stille Nacht, heilige Nacht, erklang in einem Satz von Georg Schäffner. Mit Orchesterbegleitung wagte sich das Ensemble auch auf schwierigeres Terrain mit dem "Offertorium in Sacra Nocte nativitatis Domini Nostri Jesu Christi" von Valentin Rathgeber aus dem 18. Jahrhundert.

Volkstümlich startete auch der Kirchenchor. In einer A-Capella-Version trugen sie das aus Bayern stammende "Hört ihr die Engel singen" vor. Mit Orchesterbegleitung erklangen Werke von Robert Jones, wie "Gottes grenzenlose Liebe." Aufgelockert wurde das Konzert zwischen den Liedern mit geistlichen und nachdenklichen Texten zu Weihnachten, die Johanna Schirdewahn vortrug.

Solistisch traten Stefanie Rüger und Holger Popp mit Orgelbegleitung hervor. "Auf Bethlehems Feldern" und "Darin ist erschienen", beides Werke von Klaus Heizmann, zeigten beide die Tonumfänge von Tenor und Sopran. Hört die Engelchöre von Felix Mendelssohn Bartholdy brachten Rüger und Popp ebenso zu Gehör, wie die Heilige Nacht von Adolphe Charles Adam.

Engel auf den Feldern

Mit der Heiligen Nacht von Johann Friedrich Reichardt ging der Kirchenchor A-Capella in den Endspurt des Konzerts. Nicht fehlen an diesem Abend durfte das Transeamus von Josef Ignaz Schnabel. Mit Orchester und Xylophon wurden die Sänger bei "Stern und Betlehem" und "Engel auf den Feldern singen" begleitet, wobei bei Letzterem noch weitere stimmgewaltige Strophen gesungen wurden. Mit dem gemeinsamen Schlusslied O du fröhliche, bei dem auch die Besucher mitsingen konnten, ging das beeindruckende Konzert zu Ende.

Pfarrer Martin Besold bedankte sich bei Dirigentin Stefanie Rüger und Holger Popp für ihr Engagement um die Kirchenmusik. Es gab auch für beide Blumen aus den Reihen der Musiker, die Jutta Käß und Johanna Schirdewahn überreichten.
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