Bergfest für die Planung

Mindestens drei Winter werden noch vergehen, dann soll es mit dem 19-Prozent-Gefälle am Hessenreuther Berg vorbei sein. Die Ingenieure des Staatlichen Bauamts schließen gerade die technische Planung für die neue Trassenführung ab. Archivbild: rwo
Lokales
Erbendorf
18.11.2015
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Es ist ruhig geworden um die Straße über den Hessenreuther Berg. Im Stillen haben die Ingenieure des Staatlichen Bauamts hart gearbeitet, die technische Planung ist beinahe fertig. Bis zum Baubeginn dauert es aber noch zwei Jahre - wenn alles gut geht.

(wüw) Die technische Planung für den Ausbau der B 299 über den Abspann bei Hessenreuth steht kurz vor dem Abschluss, berichtet Bauamtsleiter Henner Wasmuth. Nun sind die Landschaftsplaner am Zug. Wenn diese die Pläne ergänzt haben, sollen die Unterlagen an die Regierung der Oberpfalz zur öffentlichen Auslegung gehen, benennt Wasmuth die nächsten Schritte im Verfahren. Danach steht die Erörterung möglicher Einwände gegen die Planungen an. Dies könnte Mitte 2016 so weit sein. Wenn es keine größeren Probleme gibt, könne dann 2017 der Beschluss zur Ausschreibung und 2018 der Baubeginn folgen.

Wasmuth warnt jedoch, sich auf diesen Zeitplan zu verlassen. "Ein Schritt nach dem anderen." Verzögerungen seien jederzeit möglich. "Wir müssen die Einwände abwarten, Klagen sind nicht ausgeschlossen, auch wenn wir einen Kompromiss mit verschiedenen Naturschutzgruppen gefunden haben."

Dieser Kompromiss kam im März 2014 zustande. Er soll einen 30 Jahre dauernden Streit um den Ausbau der Straße durch das große Waldgebiet beenden. Nach dem Ausbau soll das Gefälle nur mehr 10 statt wie bisher 19 Prozent betragen. Dafür ist am Gipfel ein zehn Meter tiefer Geländeeinschnitt nötig. Die neue Trasse soll möglichst der alten folgen. Die ursprüngliche Planung des Bauamts hatte ein Gefälle von maximal sieben Prozent und einen Einschnitt von 17 Metern vorgesehen.

Gegen diese Pläne hatten verschiedene Umweltschutzverbände Klagen angedroht. Sie hatten vor allem auf die geringe Verkehrsdichte verwiesen und vor den Folgen des Ausbaus für die sensible Tierwelt im Hessenreuther Wald gewarnt. Der Kompromiss soll Verzögerungen durch einen langen Rechtsstreit verhindern.
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